Letztes Update: 7. April 2021, 10:52

Die Zahlen der Todesfälle Daten sind veraltet

Man muss sich über die Zahlen zu Todesfällen doch eigentlich wundern. Während alle Fallzahlen sinken und Deutschland sogar eine Inzidenz von unter 100 (aktuell ca. 90) hat, sind die Zahlen der Todesfälle immer sehr hoch. Das Berliner Forschungsinstitut “IGES” hat nun die öffentlich zugänglichen Daten des RKI genauer unter die Lupe genommen. Dabei stellte sich heraus, dass die Zahlen zu den Todesfällen mit einer Verzögerung von ca. drei Wochen gewertet werden. Die Zahlen des RKIs ‘suggerieren’ eine Aktualität, das ist aber nicht der Fall.

Verzögerung unter anderem durch Kliniken

Die Verzögerung der Datenbestände liegt unter anderem an der Überlastung der Kliniken. Die dortigen Ärzte sind eigentlich gesetzlich verpflichtet, einen Meldebogen des RKIs auszufüllen – die Überlastungssituation verhindert dies aber meistens. Momentan wird meist nur die Todesmeldung für die Standesämter ausgefüllt und diese wird dann an das zuständige Gesundheitsamt weitergeleitet. Bei der aktuellen Arbeitslage ziehen hier also mehrere Tage bis Wochen Verzögerung ins Land, bis die Daten erfasst wurden.

Weiterhin muss das Gesundheitsamt den Todesfall dem gemeldeten Verdachtsfall zuordnen. Erst nach Abschluss dieser Zuordnung wird der Todesfall als “Corona-Toter” an das RKI gemeldet. Dieser Vorgang ist aufwändig und kostet viel Zeit – Zeit, die die Gesundheitsämter aktuell nicht haben.

“Mit” oder “An” Corona gestorben

Ebenfalls kann man deutlich beobachten, dass die Todesfälle immer den Zusatz “mit oder an Corona gestorben” beinhalten. Ob nun also tatsächlich die Todesfälle durch die CoVi-19-Erkrankung erfolgten, ist gar nicht gesichert, dazu wäre eine Obduktion nötig. Zum Verständnis: Selbstverständlich ruft eine CoVid-Erkrankung einen schweren Krankheitsverlauf bei (z. B.) Senioren hervor – und nicht selten führt das traurigerweise zum Tod. Allerdings könnte das auch mit einer anderen schweren Krankheit passieren. Eine ‘normale’ Lungenentzündung mit schwerem Verlauf wäre sicherlich nicht ungefährlicher. Der bloße Umstand, dass der Patient positiv auf Corona getestet wurde, führt somit zur Erhöhung der Fallzahl – ohne, dass die Todesursache wirklich genau geklärt ist.

Die Zahlen klaffen auseinander

Am 19.01.2021 schrieb das RKI in seinem Situationsbericht, dass der Anteil der Alten- und Pflegeheime nehme seit September 2020 stetig zu und hat mittlerweile 44 Prozent erreicht. Dabei sind allerdings ‘nur’ 20 Prozent aller registrierten Corona-Infektionen in Deutschland den Über-70-Jährigen zuzurechnen. Dem gegenüber stammen aber fast 90 Prozent der Todesfälle (Stand 01.02.2021: 57.120) aus dieser Altersgruppe. Nimmt man nun einen Taschenrechner zur Hand, wird man schnell unschlüssige Zahlen erhalten.

Fazit:

Und erneut haben wir das Problem, dass ein umfangreicher und knallharter Lockdown aufgrund fehlerhaften Fallzahlen eingeführt wurde – 2020 geschah dies ebenfalls schon. ‘Entlastend’ muss man allerdings auch die Kehrseite der Medaille sehen: Der Lockdown mag zwar auf fehlerhaften Zahlen gründen, allerdings blieben die Zahlen nach dem Start des Lockdowns auch erst einmal weiterhin hoch. Dies bedeutet, dass die die dann gemeldeten Zahlen (nach ca. zwei bis drei Wochen) bestätigten, dass der Lockdown doch zum richtigen Zeitpunkt kam, denn sonst müssten die Zahlen nach 14 Tagen ja runtergehen, diesmal (‘Lockdown -2-‘) war sogar das Gegenteil der Fall. Und in Hinsicht auf die Viren-Mutationen unter Garantie nicht verkehrt!


(Grundlage zu diesem Artikel ist der Bericht der ‘IGES Institut GmbH’)

Titelleistenbild: Pabitra Kaity auf Pixabay
Montage: IKC

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