WhatsApp rudert (vorläufig) zurück!

Letztes Update: 31. Januar 2021, 12:46

Ursache ‘Abwanderungsflut’?

Nachdem Medien und auch das IKC schon sehr frühzeitig über die geplanten Änderungen der Nutzungsbedingungen bei WhatsApp (Facebook-Konzern) berichteten (siehe hier und hier), wanderten die User in ‘Heerscharen’ ab. TELEGRAM, THREEMA und auch SIGNAL verzeichneten tausende neuer Anmeldungen. Bei SIGNAL brach sogar kurzfristig der Anmeldeserver zusammen.

WhatsApp verlängert Zustimmungsfrist

Nun plötzlich meldet sich WhatsApp und verkündet, die Zustimmungsfrist werde bis Mai 2021 verlängert. Das IKC vermutet hierbei aber eine Taktik: Viele EU-Datenschützer meldeten ernsthafte Bedenken zu den Nutzungsbedingungen an, selbst, wenn die DSGVO hier deutlich ist. Es ist bekannt, dass Facebook die DSGVO ‘nach außen’ zwar immer berücksichtigen will, aber die internen Prozesse sind nicht bekannt und werden auch nicht transparent dargelegt. Bei den dann auftretenden Datenskandalen sind dann aber regelmäßig Facebook-Userdaten in die falschen Hände gelangt, die auch Daten enthielten, die eben nach DSGVO nicht hätten gespeichert werden dürfen.

Facebook-Stellungnahme wurde Eigentor

Vor wenigen Tagen hat Facebook sich selbst zu der ‘Verwirrung’ gemeldet und beteuert, dass alles ok sei und man den Datenschutz ernst nehme. Die Glaubwürdigkeit dabei sorgte dabei für blanken Spott in der Usergemeinschaft. Den Facebook ging überhaupt nicht auf die vorgebrachten Zweifel ein, sondern ratterte ein Standard-Marketing-Gefasel runter …

Das IKC bleibt bei seiner Einstellung

Wir bleiben dabei – die Nutzungsänderungen von WhatsApp sind und bleiben ein DSGVO-Brandherd. Es werden Daten ausgetauscht und der User hat eben keine Kontrolle darüber, was auf die Datenreise nach Irland geht. Da kann sich Facebook auch noch so oft hinstellen und beteuern und beschwichtigen – die Vergangenheit hat zu oft gezeigt, welche Schluchten zwischen medienwirksamen Gefasel und der tatsächlichen Praxis des Konzerns liegen. Das Vertrauen in Facebook ist weltweit am Boden – Facebook hatte seine Chance und hat diese gründlich zerbröselt. Die ARD hatte bereits 2018 eine Umfrage zu diesem Thema gemacht. Das Ergebnis: 90% (!) vertrauen Facebook nicht! Bereits 2017 hatte das US-Unternehmen ‘Quartz’ (https://qz.com/1085588/survey-facebook-is-the-big-tech-company-that-people-trust-least/) bereits 1.600 Personen befragt (58% davon aus den USA). Auch hier misstrauten bereits fast 80% dem Konzern.

Wir bleiben dabei: Schluss mit WhatsApp! Es gibt genug gute Alternativen (siehe Rechts, da haben wir zwei hervorgehoben!).

„Aber alle meine Kontakte sind alle bei WhatsApp!“

Solange keiner wechselt, wird das auch so bleiben! Wenn aber mehr und mehr den Messenger wechseln, tritt das typische „Herdenverhalten“ ein. Einer geht los und immer folgen – man muss nur einen langen Atem haben.

Bild von Pete Linforth auf Pixabay
WhatsApp-Logo/Collage: IKC

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