Letztes Update: 27. Mai 2021, 08:42

So sieht es in Frankfurt aus

Die Grünen haben am 14. März die Kommunalwahlen in Frankfurt für sich entschieden. Zusammen mit SPD, FDP und der Volt-Partei steht nun die Regierung seit dieser Woche.

Folgende Beschlüsse sind nun gefasst worden und werden in Kürze umgesetzt:

  • Auf ‘autoarmen’ Straßen gilt Tempo 20
  • Tempo 50 innerhalb der Stadt wird durch Tempo 40 ersetzt
  • Die Park-and-Ride-Parkplätze an den Enden der Stadtautobahnen werden “massiv” ausgebaut
  • Fahrradfahrer bekommen die “Grüne Welle”
ÖPNV

Es gibt ganzjährig kostenlose Schüler-Tickets für Bus und Bahn. Für Zugezogene gilt das Angebot für einen Monat. Des Weiteren wird das 365-Euro-Jahresticket für alle eingeführt. Man zahlt also faktisch für die Tageskarte nur noch einen Euro.

Was –natürlich– noch nicht geklärt ist – die Finanzierung. Ein solches Projekt ist kostspielig. Da bietet es sich ja direkt an, den Autofahrer zur Kasse zu bitten – und zwar mit einer “City-Maut”. Geplant sind pro Auto 11,50 EUR/Innenstadt-Besuch. Aber halt! Wenn man die Autofahrer aus den Städten drängt, dann kommt ja auch keine Maut rein … und nun? Geniale Idee der Grünen: Radikale Erhöhung der Parkgebühren! Obwohl …, Parkgebühren für wen? Für die ausbleibenden Autofahrer?

Bio und Drogen in der Stadt

Nun, wenn man also den ganzen Tag in der Stadt unterwegs ist, dann möchte man sich ja auch stärken. Daher gibt es künftig “Gemüseinseln” und Trinkbrunnen in der Stadt. Und ja, die werden kostenlos sein! Die Finanzierung dafür … unklar!

Außerdem plant man die Duldung des Kleinhandels mit Drogen ‘in bestimmten Einrichtungen’. Auch die “regulierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene” wird in Kürze gestartet. Sekunde … die Formulierung “an Erwachsene” lässt aufhorchen. Denn die “Duldung des Kleinhandels mit Drogen ‘in bestimmten Einrichtungen’ hat diese Formulierung nicht! Bedeutet das, dass sich die ‘Duldung’ etwa auf Jugendeinrichtungen bezieht?

Häuserbau

Wer bislang stabil mit Beton und Zement gebaut hat, der muss sich umstellen! Die Grünen wollen die CO2-Belastung auf ‘Null’ bringen, also wird künftig gefälligst mit Holz gebaut! Der große Nachteil bei Holzhäusern: Das Thema “Schädlingsbefall” bei Holz ist nicht zu unterschätzen. Aber auch die Lärmisolierung erreicht nicht den Standard wie bei Massivbauweisen. Holzhäuser lassen wesentlich mehr Schall durch – auch von außen nach innen.

Holzhaus nur in der ‘Pampa’?

Ein Holzhaus an einer viel befahrenen Straße ist somit nicht realisierbar. Im Fazit bedeutet dies also, dass Neubauten in Gewerbegebieten und auch an ‘normalen’ Straßen massiv sein sollten. Wobei … es sollen ja eh keine Autos mehr in der Stadt fahren, wollen die Grünen ja gar nicht. Und wenn dann nachts die Brummis zur Warenanlieferung durch die Straße dröhnen, dann steht man halt auch mal senkrecht im Bett.

Instandhaltungskosten

Und zur Instandhaltung bei Holzhäusern sollte man gute Rücklagen bilden. Holz wird durch Witterungen stärker beeinflusst, als ein Massivhaus. Für Fassaden- und das Hauspflege muss regelmäßig Lack aufgetragen werden – je nach Haustyp alle 4-8 Jahre! Und immer schön Spielräume einbeziehen: Holz arbeitet! Verlegt man also Kabelschächte etc. muss man hier eine räumliche Toleranz berücksichtigen.

Im Übrigen geht das IKC davon aus, dass die Grünen künftig auch in Holzhäuser ziehen werden und ihre täglichen Strecken mit dem Bike auf der ‘Grünen Welle’ reiten – das sollte ja wohl drin sein, oder? Und die Anschaffungskosten für ein gutes City-Bike kann man ohnehin gerade gut tragen – z. B. wenn man einen Corona-Bonus dafür aufwendet.

Welch herrliche Aussichten …


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Titelleistenbild: Comfreak / Pixabay

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