Unser Vorschlag: Lockdown UND Lockerungen!

Letztes Update: 29. März 2021, 11:15

Harter Lockdown ist kontraproduktiv

Deutschland ist hinsichtlich der Lockdown-Maßnahmen komplett zerrissen. Das eine Land macht es so, das Andere wiederum so. Das kann nichts werden! Während ein Bundesland die Situation in den Griff bekommt, ‘explodiert’ das Nachbarland.

Ein “harter” Lockdown, wie ihn Viele fordern (u. a. Lauterbach, Spahn und Merkel), kann nur etwas bringen, wenn konsequent geimpft wird. Aktuell ist das allerdings nicht möglich – der Impfstoff fehlt oder wird für die Zweitdosis gelagert. Des Weiteren führt ein harter Lockdown mittlerweile nur noch zu Ablehnungen und ‘Rebellion’.

Sinnvolle Weitsichten?

Wir haben uns mal Gedanken gemacht, was möglicherweise sinnvolle Maßnahmen darstellen könnten. Das beinhaltet Lockerungen, aber auch teils ‘drakonische’ Ahndung bei Verstößen, die dann von den Kommunen festgelegt werden müssten. (Leider ist die folgende Tabelle nicht ‘mobilfreundlich’)

Ort/Lokalität

Zielsetzung/Umsetzung

AHA-Maßnahmen

Strafe bei Verstoß

ÖPNV

Erhebliche Aufstockung der Busse und Bahnen, um den Fahrgaststrom zu entzerren.

MNS/Abstand

Beförderungsausschluss/Geldstrafe

Gesamter öffentlicher Bereich

Straßen, Haltestellen, gesamte Bereiche außerhalb des Zuhauses

MNS/Abstand

Geldstrafe

Einzelhandel

Besucherstromkontrolle

Schnelltest, MNS/Abstand

Geldstrafe

Außengastronomie

Besucherstromkontrolle

Schnelltest, MNS/Abstand

Geldstrafe

Schulen

Präsenzunterricht

Belüftungssysteme, Schnelltest, MNS/Abstand
(Grundschulen keine MNS-Pflicht im Unterricht)

Pädagogisch sinnvolle Maßnahmen,
jedoch keine “Strafen”

Kunst, Kultur

Besucherstromkontrolle

Schnelltest, MNS/Abstand

Geldstrafe, künftiges Veranstaltungsverbot

Grundsätzlich zu den vorgenannten Maßnahmen ist die konsequente Installation einer Nachverfolgungs-App (z. B. Luca-App) angezeigt! Und natürlich ist IMPFEN die flankierende (und wichtigste) Maßnahme! Kein Zurückbehalten der Zweitdosis mehr und flexible Aufweichung der Prio-Gruppen. Bleiben Dosen am Tage/Abend übrig, werden diese an Personen auf “Wartelisten” verimpft. Die Wartelisten sollten sowohl ‘analog’ (telefonische Anmeldung und Papierliste), als auch digital (Anmeldung über ein zentrales Portal und Zugriff aller Impfzentren) erfolgen. Die Bürokratie und Datenschutz ist unbedingt zurückzustellen. So könnte eine zentrale ‘Wartelisten-Datenbank’ von allen Impfzentren abgefragt werden. Hat ein Kandidat seine Impfung erhalten, kann das Impfzentrum das entsprechend vermerken (‘Flag’ setzen) und der Kandidat wird in ein Archiv verschoben.

Weiterhin ist die flächendeckende Kontrolle der Maßnahmen wichtig. Aktuell ist zu beobachten, dass die Menschen zwar ‘brav’ ihre MNS im Supermarkt tragen, aber bei Verlassen des Marktes die Maske abnehmen und die Menschenmengen ungeschützt kollidieren – ohne ausreichend Abstand.

Personalmangel

Nun fragt man sich natürlich sofort, «woher nehmen wir das Personal»? Bevor die Kommunen nun externes Personal rekrutieren, die an Mindestlöhne gekoppelt sind, ist es womöglich deutlich sinnvoller, Arbeitssuchenden ein Angebot zu machen. Nehmen wir den ungeliebten “1-Euro-Job”.

Dieser ‘Job’ wird ersetzt durch eine deutliche Aufstockung: Bietet die entsprechende Tätigkeiten für einen Stundensatz zu (z. B.) 7,00 EUR an! Der Zusatzverdienst sollte nicht mit den Bezügen aus dem SGB-2 verrechnet werden, sondern zusätzlich zum Regelsatz gewährt werden! Weiterhin ist der Verdienst steuerfrei zu stellen und darf nicht zu einem Progressionsvorbehalt zu führen!

Gehen wir von 30 Wochenstunden aus, könnte der Zusatzverdienst z.B. zu monatlich 840,00 EUR führen, zzgl. des Regelsatzes! Das ist mit Sicherheit ein durchaus attraktives Angebot. Die Ausgabe der Kommunen würde erheblich steigen, da gibt es keinen Zweifel.

Beispielrechung:
Bei 1.000 solcher Arbeitskräfte sind wir ganz schnell bei monatlichen 840.000.000 EUR an Personalkosten. Allerdings ist es ein Rechenbeispiel, was die Kontrolle der Pandemie bringt, im Gegensatz zum Kollabieren des Gesundheitssystems und der zusammenbrechenden Wirtschaft! Das ‘kleinere Übel’ der Personalkosten ist hier sicherlich ein “Apfel, der nicht so sauer ist”. Die Sozialversicherungen (Mindestbeitrag) bleiben weiterhin bestehen, da sie über die Jobcenter gesichert werden.

Wichtig: Das Angebot an die Arbeitssuchenden ist freiwillig und darf nicht zur Pflicht deklariert werden! Es ist anzunehmen, dass viele Menschen durchaus positiv eingestellt sind, wenn sie nicht tatenlos in den eigenen vier Wänden sitzen müssen.

Fazit:

Um der Pandemie endlich Herr zu werden und die Bürger nicht ständig in die ‘Massenquarantäne’ zu schicken, ist es sicherlich vorstellbar, dass solche Maßnahmen eine deutlich höhere Akzeptanz erfahren als permanent “Lockdown, Lockdown, Lockdown”!

Wie ist eure Meinung? Kommentiert hier unter dem Bericht gerne eure Pros & Contras – denkt aber bitte an die Netiquette.

Titelleistenbild: Jörg MöllerPixabay

(ikc)

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