Letztes Update: 11. Mai 2021, 07:39

Bundesnotbremse beendete Modellprojekt

Das Modellprojekt “Öffnen mit Sicherheit” der Universitäts-Stadt Tübingen lief erfolgreich und konnte das Infektionsgeschehen über Wochen stabil halten – die “Bundesnotbremse” beendete dann bedauerlicherweise das Projekt.

Der Erfolg in dem Modellprojekt von Bürgermeister Boris Palmer (48, Grüne) und Lisa Federle (59) lag insbesondere in einer hohen und effizienten Teststrategie! Die Stadt Tübingen hat 89.011 Einwohner – täglich ließen sich 24.000 Einwohner testen. Dies war auch Voraussetzung für das ‘Tagesticket’ der Stadt und den damit erlaubten Freiheiten.

Notbremse knipst Licht aus

Nun allerdings tritt ein Umstand ein, der eigentlich vermieden werden sollte: Durch den Wegfall des Modells, ging die Anzahl der Tests drastisch zurück! Lediglich ein Drittel (8.000) nutzt nur noch die Testmöglichkeiten. Das ist allerdings auch eine logische Konsequenz, wenn ohnehin vieles geschlossen werden musste …

Die Problematik dabei ist nun die ausbleibende Möglichkeit zur Früherkennung von Infektionen! Das hat zur Folge, dass nun ein Anstieg von unerkannten Corona-Infektionen zu befürchten ist!

Generelle Kritik

Die Schließungen von Ladengeschäften und auch die Beendigung von “Testen und Shoppen”-Modellen wurde durch die Notbremse erzwungen. Damit hat die Regierung leichtfertig in Kauf genommen, dass die Dunkelziffer des Infektionsgeschehens erneut ansteigt – nachdem gerade diese Bereiche erfolgreich ‘aufgehellt’ werden konnten.

Vor dem Hintergrund der Infektionsgefahr in Innenräumen im Gegensatz zu Außenbereichen und der nun ausbleibenden Teststrategie, kann man davon ausgehen, dass die Inzidenzwerte keinesfalls die gleiche Verlässlichkeit haben, wie vor der Notbremse.

Eine trügerische Sicherheit der Notbremse, der durchaus einem Selbstbetrug gleichkommt.

Titelleistenbild: Foto: Reinhard Kraasch, Lizenz: CC-BY-SA 4.0 DE, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

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