Letztes Update: 18. Mai 2021, 18:51

Streik? Die Gewerkschaft ohne Empathie!

Die Fallzahlen sinken – Deutschland ist auf dem besten Wege aus der dritten Welle. Die Menschen freuen sich, dass die Länder für den Tourismus wieder öffnen. Der mögliche Ausfall der Pfingsturlaube war eine große Sorge der Bürger!

Und genau zu diesem Zeitpunkt kommt nun die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und will mehr Geld! Die Wirtschaft ist angeschlagen – insbesondere die Reisewirtschaft, da sie faktisch seit einem Jahr im Koma liegt. Doch GDL-Chef Claus Weselsky kümmert sich darum einen Kehricht und will Kohle!

Und wir erinnern uns: Die GDL selbst hat allen Mitarbeitern für das komplette Jahr 2021 Lohnerhöhungen gestrichen! Auch die Betriebs- und Weihnachtsfeste fielen dem Rotstift zum Opfer, wir berichteten darüber hier.

Keine “Verhandlungsgrundlage”

Die GDL sieht im Tarifangebot der Deutschen Bahn keine Verhandlungsgrundlage und droht nun mit Streiks.

Zwar nannte Weselsky keinen konkreten Beginn möglicher Warnstreiks, aber die Vergangenheit zeigt, dass die GDL stets bemüht ist, die “Maximal-Wirkung” ihrer Streiks zu entfalten – das es also das Pfingstwochenende trifft, liegt im sehr wahrscheinlichen Bereich des Möglichen!
„Die Reisenden werde rechtzeitig informiert“. Hier muss man erwähnen, dass “rechtzeitig” im GDL-Jargon meist 24 Stunden Vorlauf bedeuten.

Reiseschäden der Bürger

Sollte die GDL tatsächlich mit Streiks den Reiseverkehr lahmlegen, sind die Folgeschäden erheblich! Die Reisenden können kaum rechtzeitig disponieren und im schlimmsten Fall die Reise nicht antreten. Die damit verbundenen Kosten für Unterkunft etc. belasten dann die Geldbeutel erheblich!

Eine Sprecherin der Deutschen Bahn fand bereits deutliche Worte:

„Die GDL-Führung nimmt mit ihren Drohungen Schaden für Kunden und Bahn in einer Zeit bewusst in Kauf, in der Deutschland wieder hochfährt und sich aufs Reisen freut.“

GDL lehnt Angebot ab

Die Bahn hatte bereits ein Angebot vorgelegt. Dabei orientierte sie sich an den Abschlüssen, die sie bereits im September 2020 mit der EVG (Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft) abgeschlossen haben. Diese Abschlüsse beinhalten Lohn- und Gehaltssteigerungen von 1,5 Prozent ab dem 2022 und eine Laufzeit bis 2023. Des Weiteren schließt die Deutsche Bahn während der Vertragszeit betriebsbedingte Kündigungen aus und wird sowohl in diesem, als auch im kommenden Jahr neue Beschäftigte einstellen.

Die GDL fordert unter anderem 4,8 Prozent mehr Geld und darüber hinaus eine einmalige “Corona-Prämie” in Höhe von 1300 Euro.

Im Übrigen dürfte Herr Weselsky bei den Grünen und auch Olaf Scholz nicht auf “Sympathie” treffen! Denn beide planen die Menschen wieder für die Deutsche Bahn zu begeistern. Bedenkt man, dass die Refinanzierung höherer Löhne nur über Einnahmen generiert werden kann, grätscht Weselsky damit faktisch sogar in das Wahlprogramm von Baerbock und Scholz.

Titelleistenbild: Arild Vågen, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

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