Der Deal ist vor dem Aus

Die BILD berichtet, dass Russland offensichtlich weder im Juni, noch im Juli den Impfstoff Sputnik V liefern könnten – die Probleme liegen in der Rohstoffbeschaffung. Nebenbemerkung: Interessant aber, dass Putin seine Bevölkerung verstärkt zum Impfen aufruft …? Weiterhin ist der Sputnik V-Impfstoff noch nicht durch die EMA zugelassen – es fehlen weiterhin “transparente” Unterlagen. Offensichtlich hat Russland sogar Probleme mit der ‘Höhe der Anforderungen’ innerhalb des Zulassungsprozesses.

Indien hat Vorrang

In Anbetracht der äußerst heiklen Lage in Indien, ist es zuerst absolute Priorität, dass Indien ausreichend Impfstoff bekommt – von daher würde Deutschland sich ohnehin hinter Indien einreihen. Indien hat für Sputnik V eine Notfallzulassung erteilt. Lieferungen im Juni oder Juli an Deutschland wären somit ausgeschlossen. Und genau hier tritt dann der Umstand ein, dass Deutschland über so erhebliche Mengen an Impfstoff verfügt, dass der ‘Sputnik-Deal’ nicht mehr Vorrang hat – um es diplomatisch auszudrücken.

Sputnik V – Das war’s dann wohl

Nicht so diplomatisch drückt es hingegen die ‘Taskforce’ in Deutschland aus:

„Das Ding ist eigentlich tot, aber wer sagt es Söder und Schwesig?“

Markus Söder hatte für Bayern im Alleingang 2,5 Millionen Dosen gesichert, Manuela Schwesig (MVP) ‘optionierte’ kürzlich eine Million Dosen, wir berichteten. Aber auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) schloss einen “ungenehmigten” Deal über 30 Millionen Dosen des Vakzins ab.

Brechen jetzt die Impfstoffe weg?

Nachdem die EU den Vertrag mit AstraZeneca auslaufen ließ, Johnson & Johnson nur noch für Menschen ab 60 empfohlen wurde und auch hier die EU bereits den Vertrags-Stopp signalisierte, bleiben künftig “nur” die Dosen von BioNTech/Pfizer und Moderna.

Der Impfstoff von CureVac in Tübingen ist im Endstadium des Zulassungsprozess’ und soll noch im Mai/Juni durch die EMA zugelassen werden, doch hier kommt gerade die Hiobsbotschaft, dass die USA aktuell den Rohstoffexport blockieren!

„Durch den Defense Production Act bekommen wir bestimmte Waren nicht aus den USA heraus“, zitiert der „Spiegel“ den Curevac-Vorstandschef Franz-Werner Haas. Die Bundesregierung steht in Kontakt mit den USA – allerdings steht es den USA natürlich zu, Rohstoffe im Land zu behalten, wenn diese erst einmal für die eigenen Produktion benötigt werden.

Knapp wird es wohl nicht für Deutschland werden – wenn bei BioNTech nichts dazwischenkommt. Ungünstig ist es allerdings immer dann, wenn man alle Einsätze auf einen Hersteller setzt – da darf jetzt wirklich nichts mehr passieren!

Titelleistenbild: Ministerio de Cultura de la Nación, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

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