Letztes Update: 15. März 2021, 20:21

“Alterskomponente” für AstraZeneca-Impfstoff wird aufgegriffen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU, 40) kündigt aktuell eine ‘Überarbeitung’ der Impfverordnung an. Generell ist das Festhalten an einer Priorisierung sicher, allerdings will Spahn die “Alterskomponente” für den Impfstoff von AstraZeneca aufgreifen, so Spahn bei einem digitalen “Townhall” zu den Corona-Impfungen.

Nun orakeln bereits einige Medien, dass es möglicherweise zu neuen ‘Gewichtungen’ von Priorisierungen der Altersgruppen kommen könnte.

Impfverordnung – Wir orakeln auch mal …

Das IKS geht nicht von einer primären Veränderung bei den Altersgruppen innerhalb der Impfverordnung aus. Vielmehr wird die Zuteilung der bislang zugelassenen Impfstoffe wahrscheinlich neu geordnet werden. Deutschland wird der EMA nicht folgen und den Impfstoff von AstraZeneca nur den 18-64-jährigen zuteilen (das empfiehlt auch die STIKO). Das wiederum bedeutet, dass die Altersgruppe der ab 65-jährigen bevorzugt wohl den BioNTech- oder Moderna-Impfstoff erhalten wird. Das “kann” möglicherweise Kapazitäten schaffen, sodass künftig verschiedene Altersgruppen eine parallele Impfung erhalten. Demnach wäre es wahrscheinlich, dass die kommende Impfverordnung diese Empfehlung enthält.

Wichtige Berufsgruppen neu ordnen

Was aber definitiv überarbeitet werden muss, ist die Berufsgruppen-Priorisierung! Lehrer und Erzieher sind systemrelevante Berufsgruppen, die permanent ‘am Kind’ sind – dies fordern mittlerweile nicht nur Elternvertreter, sondern auch FDP-Chef Lindner. Ausgerechnet diese werden aber (noch) nicht berücksichtigt. Das könnte in der Impfstrategie schwere Rückschläge erzeugen, zumal sich bei den neuen Virus-Mutationen abzeichnet, dass diese nicht nur eine erneute Infektion hervorrufen können, sondern eine Infektion sogar parallel mit zwei Virenstämmen möglich ist. Dies zumindest berichtete die BILD am 29.01.2021.

Vorsichtige Aussagen

Was besonders auffällt: Jens Spahn äußert sich sehr zurückhaltend und ‘vorsichtig’ – eigentlich eher untypisch für die sonstige ‘Mitteilungsfreudigkeit’ des Gesundheitsministers.

Da kann man nun wirklich nur hoffen, dass die Änderung der Impfstoffverordnung nicht mit der “heißen Nadel” gestrickt wird. Jetzt bietet sich die (letzte?) Chance, es richtig zu machen.

Titelleistenbild: © BMG (Bundesministerium für Gesundheit)

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