Letztes Update: 5. Mai 2021, 11:36

SIGNAL mit ungewöhnlicher Werbekampagne

Der als sehr sicher geltende Messenger SIGNAL hat eine ungewöhnliche Werbeaktion bei Instagram (Facebook-Tochter) gegen Facebook gestartet! Dort schaltete der direkte Konkurrent von WhatsApp/Facebook Werbeeinblendungen, die dem User exakt die eigenen “Verhaltensdaten” , aber auch persönliche Informationen anzeigte!

Signal Werbeanzeige
Klick vergrößert (© Signal)

Zu deutsch: „Du siehst diese Werbung, weil du eine frisch verheiratete Pilates-Lehrerin bist, Cartoons magst, in La Jolla lebst und über eine LGBT-Adoption nachdenkst.“

Facebook Datendiscounter

Damit zeigt Signal den Usern, wie Facebook mit den Userdaten umgeht, und insbesondere, was die Werbepartner an Daten erhalten!

Die Daten hat der Messengerdienst aus der Facebook-Datensammlung erhalten, da Signal ein Werbekunde von Facebook ist – die Daten wie z. B. Deine Vorlieben, Altersklasse, Dein Wohnort und auch Beruf, bekommt man dann ‘zubuchbar’ im Paket geliefert. Die “Nutzung” der Daten in Verbindung mit den Namen der User ist zwar verboten, warum aber liefert dann Facebook die Namen überhaupt mit aus?

Facebook war ‘not amused’

Dass der Konkurrent eine solche Werbung bei der Facebook-Tochter Instagram postete und damit Facebook öffentlich diskreditierte, führte dann zur Sperrung des Werbekontos des “unliebsamen Kundens”. Offenbar war das Facebook dann doch etwa zu viel ‘offenbarende’ Information – entgegen der sonstigen Haltung des Datensammlungs-Konzerns.

Signal kommentierte es auch entsprechend auf seinem Blog:

„Facebook ist gerne bereit, Werbekunden einen Einblick in das Privatleben seiner Nutzer zu verkaufen. Außer es geht darum, den Menschen zu zeigen, wie ihre Daten genutzt werden.“

Wir erinnern vorsorglich

Falls es jemand ‘vergessen’ haben sollte: Am 15. Mai erwartet die Facebook-Tochter “WhatsApp”, dass ihr den neuen Datenschutzbestimmungen stattgebt – ansonsten ist es “aus” mit dem Konto (nach einer kurzen ‘Übergangsphase’) – wir berichteten bereits hier.

Wir empfehlen ausdrücklich die Messenger-Alternativen wie THREEMA oder eben SIGNAL! Die Sorge, dass man nicht genug seiner Freunde bei den Alternativen findet, ist allerdings eine Spirale. Man will deshalb nicht wechseln – tut man es aber nicht, wird sich das auch nie ändern.

Einer muss den Anfang machen – der Rest folgt dann hoffentlich irgendwann …

Titelleistenbild: Signal Messenger, GPLv3, via Wikimedia Commons

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