Letztes Update: 9. April 2021, 10:47

Mit Fingerspitzengefühl

Aktuell ist das Thema ‘Schulöffnung’ eine heißes Eisen. Die einen sagen “Ja”, die anderen “Nein” – und die Dritte ‘Fraktion’ “Ja, aber …”. Selbstverständlich ist Schulbildung wichtig und notwendig. Auch aus psychologischer Sicht ist es wichtig, dass die Kinder wieder gemeinsam in der Schule sitzen.

Keine großen Klassen

Was bei der Schulöffnung aber unbedingt vermieden werden muss, dass Klassen mit 28 und mehr Kindern ‘auf einem Haufen’ hocken! Das Argument, dass Schulen kaum Infektionen aufweisen ist doch klar … es sind ja auch keine Schüler vorhanden – die sitzen zuhause! Wenn nun morgen (10.02.2021) Bund und Länder zusammenkommen und ihre «Weltmeisterdisziplin» ausüben (wir meinen damit ‘beraten’), dann kann es nur “Wechselunterricht” geben. Die Klassen müssen gesplittet werden, anders wird es nicht gehen.

Mutanten gehen auch auf Kinder

Mittlerweile ist erwiesen, dass die Mutationen eben keinen Halt vor Kindern machen. Aktuell hat eine Kita in HH-Altona schließen müssen – die Kinder hatten sich mit der britischen Mutante infiziert.

Von daher ist hier eine ganz sensible Vorgehensweise erforderlich! Einzelne Bundesländer und Städte schlagen zur Schulöffnung bereits den Einsatz von Antigen-Schnelltests vor – das IKC mahnt hier allerdings zur Vorsicht, denn diese können schnell in trügerische Sicherheit wägen! Antigen-Schnelltests sind zwar deutlich flexibler und schneller als die sogenannten PCR-Tests. Allerdings hängt die Verlässlichkeit der Antigen-Schnelltests vom Zeitpunkt des Tests ab.

Ungünstiger Weise sind die Ergebnisse am meisten verlässlich, wenn bereits schon die ersten Symptome auftreten. Dann ist es allerdings zu spät und die Quarantäne folgt sofort für die gesamte Klasse (“Kontaktpersonen -1-“).

Die Länder stehen schon wieder in der ‘Suppenküche’

Es ist zu vermuten, dass die einzelnen Länder ihre Vorgehensweise individuell gestalten und ihr ‘eigenes Süppchen kochen’– eine einheitliche Regelung sollten wir nicht erwarten. Sachsen hat ja schon deutlich gemacht , dass sie von der ‘Merkel-Agenda’ abweichen werden.

Schulöffnung…? Ja bitte! Aber mit Verstand, Weitsicht und Verantwortungsbewusstsein unseren Kindern gegenüber! Wenn die Politik jetzt erneut ‘versagt’ weil erneut nicht ausreichend Abwägungen vorgenommen werden, ist mit Sicherheit eine hohe Klagewelle der Eltern und/oder Elternvertreter gegen eine Schulöffnung zu erwarten.

Immer schön weiter denken

Ein ganz wichtiger Aspekt ist auch der, dass viele Kinder im Anschluss an den Unterricht betreut werden müssen. Hier kommen die Horte ins Spiel. Wir sehen gerade die sich aufbauende Kette: Schulwege (ÖPNV), Schulunterricht, Hort, Rückweg nach Hause (ÖPNV). Diese ganze “Reise” ist gespickt mit Menschen, die permanent die Schutzverordnungen missachten, keinen Abstand, keine Masken. Hier in Dresden z. B. hängen die Corona-Leugner in Torbögen und Durchgangswege der “Fußroute” für Schulkinder. Gerade hier ist die Einhaltung der Schutzverordnung wichtig – aber Dresden scheint das bekanntlich nicht wirklich zu interessieren, man sieht keine Ordnungskräfte außerhalb der Innenstadt.

Vor dem Hintergrund der Öffnung von Schulen und Kitas ist es absolut nicht nachvollziehbar, dass Lehrer und Erzieher noch immer nicht als ‘vorrangig’ in der Impfkette eingestuft wurden. Hier hat Jens Spahn erneut versagt! Dabei hat er erst zum gestrigen Montag (08.02.2021) die Impfverordnung angepasst.

Titelleistenbild: Stefan Meller auf Pixabay

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