Schulen: Schließungen jetzt unaufhaltsam?

Letztes Update: 9. April 2021, 10:47

Die Schulschließungen kommen

Die Stadt Dortmund hat gerade bekanntgegeben, dass sie nun die Schulen schließen wollen.

„Wir sind der festen Überzeugung, dass es in diesem Moment überhaupt keinen Sinn macht, die Schulen zu öffnen. Deswegen haben wir den dringenden Appell an die Schulministerin, die Schulöffnung und das Hochfahren des Präsenzunterrichts sofort zu beenden“,

so Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal (54, SPD).

Auch Karl Lauterbach spricht sich erneut gegen die Schulöffnung aus …

„… für einen Schul-Stopp, weil die Virus-Mutationen sich insbesondere bei den Jüngeren rasant ausbreiten. Ich appelliere an die Länder, alle Schulen bis Ostern wieder zu schließen, auch die Grundschulen.“

Die Schulschließung von Dortmund ist insofern beachtlich, als dass das Schulministerium konsequent jegliche Proteste aus den Kommunen abgeschmettert hat. Ministerin Yvonne Gebauer (54, FDP) hat im Vorfeld 1,8 Millionen Selbsttests besorgt, allerdings dürfte damit eine ausreichende Teststrategie keineswegs gesichert sein! In einer Schulmail vom 15. März wurde klargestellt, dass bis zum Beginn der Osterferien 2021 am 29. März lediglich nur ein einziger Corona-Selbsttest pro Schüler vorgesehen ist. Und weiter: „Die Schulen sollen sicherstellen, dass es vor den Osterferien einen Test-Tag bei ihnen gibt“.

Das ist schon fast fahrlässig, denn dem IKC ist durchaus bekannt, dass COVID eine 7-Tage-Woche hat … 24/7, ohne Kaffeepausen. Warum hier ein einziger Test an nur einem Tag eine sinnvolle Strategie darstellen soll, ist mit Sicherheit auch nur Frau Gebauer bekannt.

Sachsen: Schule um jeden Preis?

In Sachsen sind aktuell acht der zehn Landkreise über der 100-er-Inzidenz-Marke. Sachsen selbst hat landesweit seit bereits seit dem 13. März eine Inzidenz von über -100- – das sind somit vier Tage in Folge! Aber die sächsische Corona-Schutzverordnung ist hier ja eh sehr ‘kunstvoll’ gestaltet worden. Denn eine Schulschließung kommt demnach nur bei fünf Werktagen in Betracht. Anders als im Einzelhandel, der nach drei Tagen bereits die Schließung um die Ohren gehauen bekommt – obwohl dieser Schnelltests voraussetzt und ein umfangreiches Hygienekonzept aufweist … aber das ist eine andere Seite im Buch.

Wir betonen es gerne und immer wieder: Bildung ist wichtig! Und auch der soziale Kontakt der Schüler und Kids untereinander – die Gefahr des “Corona-Kollers” ist groß. Es darf aber nicht auf “Biegen und Brechen” die Schule geöffnet werden, damit “Ruhe in der Elternschaft” herrscht. Solch ein Vorgehen hat am Ende nur einen Effekt: Die Schüler und Kids sitzen wieder zuhause, verstehen die Welt nicht mehr und fallen noch tiefer ins Loch!

Dieser Schaden ist weitaus schlimmer, als jetzt konsequent zu bleiben und die Schulen eben nicht ‘fahrlässig’ zu öffnen. Man “reißt” sich völlig sinnlos ein kurzes Zeitfenster von zwei Wochen in die Schutz-Strategie …

Titelleistenbild: A53 (Tonung: IKC)

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