Letztes Update: 3. Mai 2021, 11:07

Geschlossene Schulen = Steigende Dunkelziffer

Forscher der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München haben eine Studie angefertigt, in der sie seit Ostern die Zahlen der schulischen Testergebnisse ausgewertet haben. Dabei hat sich deutlich herausgestellt, dass die Tests an den Schulen signifikant dazu beitrugen, die Dunkelziffer der unentdeckten Positivfälle zu ‘erhellen’. Im Übrigen ein allgemeiner und wünschenswerter Effekt einer ausgefeilten Teststrategie!

Laut ‘BILD’ und ‘Merkur’ konnten die Ergebnisse aufzeigen, dass die Tests in geöffneten Schulen zwei- bis viermal (!) mehr Infektionen als bei Schülern im Homeschooling entdeckten. Durch die frühzeitige Identifizierung konnten somit weitere Ausbreitungen erfolgreich verhindert werden. Die aktuelle Regelung der “Bundes-Notbremse” verhindert dies aktuell!

In einem Interview mit dem “Merkur” kritisierte Professor Göran Kauermann nun die Regierungspolitik. Die Schulschließungen ab einer Inzidenz von 165 ist “kontraproduktiv”!

„Unsere Analysen zeigen klar, dass offene Schulen sogar zur Pandemiebekämpfung beitragen, solange dort verpflichtend und dicht getestet wird. Man findet auf diese Weise nämlich zwei- bis dreimal so viele infizierte Kinder und Jugendliche.“

Das Ergebnis ist eindeutig und sollte die Regierung zum Nachdenken auffordern. Erfahrungsgemäß ist es leider so, dass solche Studien in Berlin auf taube Ohren stoßen. Zumindest dann, wenn man nicht vom ‘Helmholtz-Institut’ kommt …

Schulen sind nicht Ansteckungsort

Auf die Frage, ob die Schule dann nicht selbst der Ansteckungsort sei (Anm.: was man schlussfolgernd fast vermuten möchte), war die Antwort von Professor Kauermann eindeutig: „Die gefundenen Infektionen können aufgrund der Inkubationszeit von ca. fünf Tagen nicht auf Infektionen an der Schule zurückgeführt werden. In der Schule wurden sie dann aber durch die Testpflicht gefunden“.

Sollten die Schulen wieder geöffnet werden, ist natürlich die Einhaltung der Hygienemaßnahmen sehr wichtig!

Analogie

Ein Umstand, der hier deutlich gezeigt wird: Eine gute Teststrategie führt genau zu dem Ergebnis, was wünschenswert ist: die frühzeitige Entdeckung von Infektionsfällen, die unentdeckt die Ansteckungsrate vorantreiben. Durch die “Bundes-Notbremse” sind diese Testungen jedoch weitgehend eliminiert worden!

Wir bewegen uns in einer Spirale – und das auch noch im “Krebs-Schritt” … Ein vor, zwei zurück und zur Seite!

Titelleistenbild: Juraj Varga / Pixabay

Quellen: BILD | Merkur

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