“Querdenker”-Autokorso ‘ad absurdum’

Letztes Update: 21. Februar 2021, 16:35

Selbst ernannte “Querdenker”

Dresden – In vielen Städten der Republik ist es wohl ‘zu still’ – daher haben sich selbsternannte ‘Querdenker’ in ihre Autos gesetzt und gegen die Corona-Auflagen demonstriert. Lange Autoschlangen mit permanenten Hupkonzerten waren die Folge. Eigentlich sind es ja nur “selbsternannte” Querdenker, wenn man es in Verbindung mit der ‘offiziellen’ Bewegung setzte (Stuttgart) – allerdings erfüllen sie kognitiv sicherlich die Bedingungen zum ‘Querdenken’.

Auch in Dresden setzten setzen sich knapp 500 Fahrzeuge in Bewegung

Eine Parole war dabei besonders interessant: „Frei atmen – frei denken“!

Na, das ist ja mal vorbildlich! Man nehme knapp 500 Autos, durchstreift die Stadt im Schritttempo und bläst dabei haufenweise Feinstaub und CO2 in die Luft. Eine Studie der Landesanstalt für Umwelt in Baden-Württemberg untersuchte den Schadstoffausstoß bei Tempo 30 im Gegensatz zu Tempo 50. Der Schadstoffgehalt bei Tempo 30 liegt deutlich höher.

Fazit

‘Geile Idee’ – ab ins Auto, ordentlich Schadstoffe in die Umwelt blasen für das Motto „Frei atmen – frei denken“. Dass die die Bürger dabei auch noch eine erhebliche Lärmbelästigung hinnehmen mussten – geschenkt! Immerhin konnte man so auch gleich noch die Ablehnung gegen das Immissionsschutzrecht klarstellen.

Ob Edward de Bono die Neu-Interpretation des Begriffes ‘Lateralen Denkens’ gefällt?

Symbolfoto/Titelleistenbild: Elke Wetzig (Elya) / Wiki (CC BY-SA 3.0)

(ikc)

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