Michael Kretschmer / CDU: Umfrageschock!

Letztes Update: 9. April 2021, 10:47

Die Quittung für Krisenmanagement

Dresden – Die sächsische Staatsregierung hat sich mit seinem Krisenmanagement keinen Gefallen getan – allen voran Ministerpräsident Michael Kretschmer. Immer wieder wurden ‘unausgegorene’ Ankündigungen gemacht, die dann nicht stattfanden. Streckenweise hatte man den Eindruck, dass Kretschmer, Köpping und Dulig sich oftmals nicht absprechen und keine gemeinsame Linie haben … man denke an den “Click & Collect”-Wirrwarr.

Aufarbeitung Krisenmanagement

Ende Februar verkündete der Ministerpräsident dann, dass ein externes Gremium das Krisenmanagement aufarbeiten solle – bis heute gibt es dazu keine Meldung! Ist das Gremium noch am aufarbeiten, oder darf man das Schweigen als Wertung verstehen? 

Die Osterruhe

Kretschmers ‘Osterruhe’ hatte dann den Gipfel der Empathielosigkeit erreicht. Dresdens OB Hilbert kündigte noch kurz vor Ostern an, dass er eben nicht für zwei Tage schließen werde – das sei unverhältnismäßig. Michael Kretschmers Regierung lehnte dann aber Hilberts Sondergenehmigung ab und schloss am Gründonnerstag und auch am Karsamstag den Einzelhandel! Die Corona-Schutzverordnung trat zuvor am 01. April in Kraft, in der Verordnung wurden die Lockerungsmöglichkeiten aber “höchst vorsorglich” erst für den 06. April ermöglicht. Die “Osterruhe” wurde gezielt installiert – und damit hat sich Michael Kretschmer erheblichen Zorn aus der Bevölkerung zugezogen!

Politische Unentschlossenheit

Insgesamt vermittelt Michael Kretschmer keine politische Entschlossenheit. Seine fast schon ‘auffällige’ Kanzlernähe verhindert die Entwicklung eigener Strategien und Kompetenzen. Als Tschechien Hochrisikogebiet wurde, holte er sich Markus Söder ins Boot, um ‘abgestimmt’ zu agieren. Immerhin liegen Bayern und Sachsen ja gemeinsam an der tschechischen Grenze – da macht das ja durchaus Sinn. Man muss sich allerdings fragen wie Kretschmer reagiert hätte, wenn Söder seinerseits keine Grenzkontrolle eingeführt hätte?

Und jüngst verließ Kretschmer dann das “Söder-Schiff” und zeigte Sympathie für den Gegenkandidaten von Söder, Armin Laschet. Kretschmer sprang Laschet bei seinem ‘Brücken-Lockdown’-Unfug zur Seite! Die Sachsen registrieren solch ungeschickten ‘Tanzschritte’ sehr genau.

AfD verdrängt CDU

Und nun zeigt eine aktuelle Umfrage, dass nun auch die Sachsen-CDU böse abfällt – und die AfD zieht (mal wieder) an! Aber Niederlagen gegen die AfD dürfte Kretschmer ja gewohnt sein – wir denken an den Verlust seines Bundestagsmandat bei der Bundestagswahl 2017. Damals verlor Kretschmer mit 31,4 % das Bundestagsdirektmandat an Tino Chrupalla (AfD, 32,4 %).

Aktuell zeichnen sich folgende Umfragewerte ab:

  • AfD: 29,6%
  • CDU: 27,3%
  • Die Grünen: 12,0%
  • Die Linke: 9,6%
  • SPD: 7,3%
  • FDP: 6,9%

Dabei lag die Sachsen-CDU Ende Februar noch bei 35 Prozent! Nun zeigte die Umfrage auch, dass fast 62 Prozent der Sachsen dem sächsischen Landeschef ein mangelhaftes Krisenmanagement bescheinigen! 23,9 Prozent sind lediglich nur noch mit Michael Kretschmers Corona-Arbeit zufrieden … eine bittere Bilanz!

Auch die insgesamte Zufriedenheit gegenüber Kretschmer ist im freien Fall: Die aktuelle Zufriedenheit liegt demnach nur noch bei 36 Prozent!

(Quelle: Umfrage der »Sächsischen Zeitung«)

Das IKC bemängelte schon frühzeitig im ‘Sprunghaftigkeit’ des sächsischen Führungsstil – daher auch unsere Begriffsschöpfung “Sächsische Würfelbude”, anders konnte man es nicht mehr bezeichnen. Und sollte es so weitergehen, könnte es bald heißen:

„alea iacta est“

(Die Würfel sind gefallen)

Titelleistenbild: Sandro Halank, Wikimedia Commons | (CC BY-SA 4.0)

Das Titelbild zeigt nur einen Ausschnitt aus der Fotografie.

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