Merkel wusste frühzeitig von AstraZeneca Problemen!

Letztes Update: 1. April 2021, 22:26

Angela Merkel hielt Information gezielt zurück

Am Dienstag gab die Bunderegierung bekannt, dass die Impfungen mit dem Vakzin von AstraZeneca vorerst erneut gestoppt werden. Dies geschah auch aufgrund der Empfehlung der STIKO.

Nun kommt raus, dass Angela Merkel bereits am Freitag, also vier Tage vorher über die Probleme Bescheid wusste! Am Morgen des vergangenen Freitags hat der Chef der STIKO, Prof. Mertens den Kanzleramtsminister Helge Braun und Kanzlerin Angela Merkel persönlich darüber informiert, dass der Impfstoff von AstraZeneca für bestimmte Altersgruppen aller Wahrscheinlichkeit nach erneut gestoppt werden muss. Dies bestätigt eine STIKO-Sprecherin gegenüber dem ZDF.

Statt nun umgehend zu handeln, wird die Reaktion von Merkel wie folgt dargestellt:

„Angesichts der nationalen Tragweite der Entscheidung bat die Bundeskanzlerin darum, auch die Expertise des Ethikrates und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina hinzuzuziehen”

, so eine Regierungssprecherin gegenüber ‘ZDF heute’.

In der Zwischenzeit wurden trotz der bekannten erneuten Problemen über das Wochenende und auch den Montag noch (RKI-Angaben) 314.383 Erstimpfungen mit AstraZeneca verabreicht! Über 300.000 ließen sich mit einem Impfstoff impfen, der gerade erneut hochgradig umstritten ist.

Und die Kanzlerin “glänzt” bei ‘Anne Will’

Schlimmer noch: Angela Merkel ist am Sonntag bei “Anne Will” zu Gast und lobt sich selbst, dass man “für über 50 Millionen Menschen schon ein Impfangebot Ende des zweiten Quartals” habe. Zu diesem Zeitpunkt wusste Angela Merkel bereits, dass der Impfstoff von AZ für Millionen Menschen unter 60 Jahre nicht mehr zum Einsatz kommen könnte!

Politik versagt – Mediziner handeln!

Da sich die Fälle häufen, entschließen sich die Mediziner in der Charité Berlin die Impfung mit AstraZeneca zu stoppen. Weitere Kliniken in Berlin ziehen kurzfristig nach – und weitere Bundesländer folgen! Diese Entwicklung war es dann letztendlich, welche die Regierung am Dienstag Abend um 18:00 Uhr zu einem “Sondergipfel” trieb – es blieb auch gar nichts anderes mehr übrig! Bis dahin ließ die Kanzlerin vier wertvolle Tage verstreichen …

Wir zitieren hier nochmal die Kanzlerin in ihrer offiziellen Stellungnahme zum aktuellen Impfstopp:

  • „Vertrauen entsteht aus dem Wissen, dass jedem Verdacht, jedem Einzelfall nachgegangen wird“
  • „Die Alternative sei gewesen, etwas unter den Teppich zu kehren oder die Fälle ernst zu nehmen. Unter allen Abwägungen sei dies daher der Weg, der noch zu »möglichst bestem Vertrauen« führe.“

Diese Sätze bekommen einen so bitteren Geschmack, wenn man bedenkt, dass die Kanzlerin zu diesem Zeitpunkt wusste, dass in der Zwischenzeit mehr als 300.000 Dosen verimpft wurden!

Titelleistenbild: DBT / Simone M. Neumann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

zwei × 3 =