Letztes Update: 27. Mai 2021, 10:13

Kinderimpfen – Eltern sind zweigeteilt

Das Thema Impfschutz für die Kinder und Jugendlichen (Kinderimpfen) ist aktuell ein großes Thema. Sollte man, oder besser doch nicht? Die Entscheidung ist wirklich nicht einfach!

Eine Sache der Abwägung

Grundsätzlich ist ein Impfschutz bei schweren Krankheitsbedrohungen sinnvoll. Allerdings stellt sich bei COVID-19 genau hier die Frage, ob hier das Thema ‘Kinderimpfen’ sinnvoll ist. Die Virologen und Wissenschaftler sind sich nicht einig, ob ‘Kinderimpfen’ sinnvoll sei, die Politik drängt förmlich dazu – was allerdings nicht wirklich verwundert. Die ‘Ständige Impfkommission’ (STIKO) wiederum ist skeptisch!

EU-Zulassung

BioNTech/Pfizer hat für seinen Impfstoff bereits als erster Hersteller eine EU-Zulassung für 12- bis 15-Jährige beantragt. In den USA ist das Vakzin diesbezüglich bereits zugelassen. Die EMA will dazu am heutigen Freitag ihre Entscheidung bekanntgeben. Aber auch der Hersteller Moderna will für seinen Impfstoff eine Zulassung ab zwölf Jahren beantragen.

Die STIKO sieht eine “allgemeine Impfempfehlung” durchaus skeptisch. Kommissionsmitglied Rüdiger von Kries (STIKO) äußert sich skeptisch zu Massenimpfungen von Kindern und Jugendlichen.

„Eine allgemeine Impfempfehlung der STIKO für Kinder und Jugendliche halte ich für unwahrscheinlich“, so von Kries im rbb.

Die Begründung liegt im unklaren Risiko einer Corona-Impfung bei Kindern. Aktuell sei der STIKO zu wenig über Nebenwirkungen von Corona-Impfungen bei Kindern bekannt. „Bei unklarem Risiko kann ich zur Zeit noch nicht vorhersehen, dass es eine Impfempfehlung für eine generelle Impfung geben wird.”

Kinderärzte rechnen sogar mit einer ‘eheblichen’ Impf-Nebenwirkung bei Kindern und Jugendlichen. Ob man diese Nebenwirkungen in Kauf nehmen sollte, ist mehr als fraglich, denn gerade bei Kindern sind die Krankheitsverläufe bei einer Corona-Erkrankung deutlich harmloser als bei Erwachsenen – oftmals bleiben die Infektionen sogar unerkannt! Ob man vor diesem Hintergrund eine Impfung “empfehlen” kann?

Nur für ‘Vorerkrankte’?

Die Medien der RND (Redaktionsnetzwerk Deutschland) beruft sich auf “gut informierte Kreise” und wissen zu berichten, dass es statt einer generellen Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche, womöglich nur eine Empfehlung für 12- bis 15-Jährige mit “bestimmten chronischen Erkrankungen” geben wird. Dementsprechend rechnet man mit einer STIKO-Liste der “bestimmten” Erkrankungen, die zur Grundlage der Empfehlung dienen. Kein Grund für eine Impfung bei Kindern ist die Schulöffnung – gleich welcher Form (Wechsel- Präsenzunterricht).

Spahn ist FÜR Kinderimpfen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sprach sich hingegen dafür aus, Jugendliche “auch ohne eine generelle Empfehlung der STIKO” in die Impfkampagne einzubeziehen.

„Irgendeine Empfehlung werde es schon geben …“, so Spahn zu RTL-TV. Allerdings kann man eine solche schon hilflose Bemerkung nur ignorieren. Sie ist schlicht überflüssig und völlig deplatziert.

„Im Lichte dieser Empfehlung können dann die Eltern mit ihren Kindern, den Ärztinnen und Ärzten die konkreten Entscheidungen treffen, ob jemand geimpft wird oder nicht.“

Es ist zu erwarten, dass der “Kinder-Andrang“ nicht sehr hoch sein wird …

Wir bringen dazu mal die aktuelle Infektionsentwicklung im Jahr 2021 (Inzidenzwerte) zur Altersgruppe der Kinder und Jugendlichen:

(Die Grafik zeigt den Verlauf des Jahres 2021.)

Kinderimpfen Altersgruppen
(Klick vergrößert)

 

Titelleistenbild: Photo by CDC on Unsplash

Anzeigen

Die Doppel-CD zum 75. Geburtstag des Ausnahmekünstlers!

Ab dem 18. Juni 2021 überall erhältlich.

Happy Birthday, Drafi! (CD-Cover)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

eins × 1 =