Jens Spahn: Ehemann in Maskengeschäft involviert

Letztes Update: 21. März 2021, 18:24

Burda GmbH als Zwischenhändler

Wie der SPIEGEL berichtet, schloss das Gesundheitsministerium im April 2020 einige Verträge über die Lieferung von Schutzmasken ab. Auch die Burda GmbH gehört zu den Lieferanten. Nun kann es aber zu einem ernsthaften Interessenkonflikt kommen, denn der Büroleiter der Berliner Hauptrepräsentanz von Burda ist Daniel Funke … und das ist der Ehemann von Jens Spahn!

Der Maskendeal wurde im Wege der “Direktbeschaffung” vorgenommen – das bedeutet, ohne Ausschreibungsverfahren.

Im Rahmen der “Short-News” hat das IKC heute bereits berichtet, dass das Gesundheitsministerium unter der Leitung von Jens Spahn im Jahr 2020 ca. 210 Aufträge mit einem Auftragsvolumen von ca. 4,6 Milliarden EUR ohne Ausschreibung vergab. Möglich war das, weil im Rahmen der Corona-Krise das Ausschreibungsrecht vorübergehend ausgesetzt wurde. Dass nun vor diesem Hintergrund Spahns Ehemann in einen Auftrag involviert ist, bekommt nun womöglich einen ‘leichten Beigeschmack’.

Aufklärung bereits gefordert

Linken-Fraktionschefs Dietmar Bartsch fordert bereits die Aufklärung der Auftragsvergaben 2020! Der nun ‘aufgedeckte’ Liefervertrag zwischen der Burda GmbH und dem Gesundheitsministerium dürfte ein besonderes Augenmerk bekommen. Das Auftragsvolumen betrug immerhin ca. 909.000 EUR – geliefert wurden (laut Spiegel) 570.000 FFP2-Masken. Die Burda GmbH betont, dass sie die Masken “1:1” durchgereicht haben – «es sei auch keinerlei Provision gezahlt worden».

Unangenehm bei dem ganzen Vorgang ist, dass andere Unternehmer “ohne Kontakte in die Politik”, nicht einmal eine Antwort auf ihre Angebote vom Ministerium bekamen …

Titelleistenbild: DBT / Simone M. Neumann 

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