Letztes Update: 14. Mai 2021, 20:43

Die deutsche Erinnerungskultur

In Israel tobt erbitterter Krieg – Menschen sterben im Raketenhagel der Hamas – mehr als 1.600 Raketen wurden zwischenzeitlich auf Israel abgefeuert, zum Teil sogar einfach wahllos ohne Zielbestimmung.

Deutschland zeigt sich entsetzt und predigt Schulterschluss und Solidarität. Das Brisante dabei ist, dass die Bundesregierung in den letzten 16 Jahren “Merkel-Ära” nichts getan hat, um eine solche Solidarität mit (Resul-)Taten zu stützen! Man baut sich an Rednerpulten auf und verurteilt die kriegerischen Akte gegen Israel aufs Schärfste – und unternimmt selbst … nichts!

Deutschland blickt in seiner ‘Solidarität’ stets nur auf den Holocaust zurück – und verschließt vor der Gegenwart die Augen.

Wenn man Israel “beistehen” möchte, ist es unverständlich, warum Deutschland so vehement an seiner Handelsbeziehung zum Iran festhält. Das geht sogar soweit, dass Deutschland permanent die US-Sanktionen gegen den Iran umgeht. Das Geld, was aus der BRD in den Iran fließt, wird für das antisemitisch-terroristische iranische Regime aufgewendet – genau das Regime, welches die Flug-Raketen finanziert, die aktuell auf Israel abgeschossen werden!

Wenn wir uns an 2017 erinnern, denken wir auch an den Vorgang, als die USA offiziell Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannte. Die Bundesregierung äußerte Kritik dazu!

Damalig äußerte Jürgen Hardt (CDU), Koordinator der Bundesregierung für die transatlantischen Beziehungen starke Bedenken, dass die USA sich in eine “strategisch schwierige Lage” bringen würde. Die USA würden sich “als Vermittler für weitere Friedensgespräche im Nahen Osten selbst aus dem Spiel nehmen”.

Angela Merkel lehnte die USA-Haltung ebenfalls ab:

„Die Bundesregierung unterstützt diese Haltung nicht, weil der Status von Jerusalem im Rahmen einer 2-Staaten-Lösung auszuhandeln ist“, so twitterte damalig Regierungssprecher Steffen Seibert (im Namen der Kanzlerin).

Zur Erinnerung: BERLIN war die Stadt, die vor rund 80 Jahre das schlimmste Leid über die damalig jüdische Bevölkerung brachte. Deutschland bestimmte dann im Jahr 1990 (mit der Wiedervereinigung) erneut Berlin zur Hauptstadt – nach zwei Weltkriegen, die von dieser Hauptstadt gesteuert wurden. Im ersten Weltkrieg war Berlin die “Residenz- und Hauptstadt” der Mark Brandenburg , des Königreichs Preußen und Deutschlands. Das Recht, dass Israel seine Hauptstadt wählen darf, wird von Deutschland hingegen nicht unterstützt …

Ablenkungssolidarität

Damit die Solidarität auch weiterhin “öffentlich wirksam zelebriert” wird, meldete sich nun CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt zu Wort und fordert harte Gefängnisstrafen antisemitische Handlungen. Dobrindt möchte das Rad dabei nicht neu erfinden – er fordert die konsequente Umsetzung bereits bestehender Gesetze! So stehen z. B. auf das Verbrennen von Flaggen bis zu zwei Jahre Haft (Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole, § 90a StGB).

„Dieser Strafrahmen muss ausgenutzt werden, um unmissverständlich klarzumachen: Judenhass und Antisemitismus haben in Deutschland keinen Platz“, so Alexander Dobrindt aktuell zu BILD.

Auf der anderen Seite gucken wir dazu parallel nach Berlin mit seiner Israel-Hass-Demo ( „auf Israel soll geschossen werden“) oder nach Gelsenkirchen mit seinen ungehinderten „Scheiß Jude, scheiß Jude, scheiß Jude!“-Ausrufen! Daneben liefen polizeiliche Sicherheitskräfte, die die Demonstranten ungehindert antisemitische Parolen verbreiten ließ … Nachdem ein entsprechendes Video bei Twitter auftauchte, sagte ein Polizeisprecher dazu, dass “zunächst nicht genug Kräfte vor Ort gewesen seien. Wären die Beamten „in die Versammlung reingegangen“, hätten sie die Polizeikette zum Schutz der Synagoge aufgeben müssen.” Eine recht ‘kreative’ Gewichtung der Gefahrensituation …

Deutschland heuchelt Solidarität und handelt konträr zum gepredigten Wort. Solange die Fluggesellschaft “Kuwait Airways” in Deutschland landen und starten darf, obwohl diese sich offiziell weigert, Israelis (Klartext: Juden) an Bord zu lassen, solange braucht die deutsche Regierung kein Wort mehr über Solidarität in den Mund nehmen! Die Regierung kennt die Problematik mit “Kuwait Airways” – eine Entziehung der Start- und Landerechte erfolgt jedoch seit mehreren Jahren nicht …

Titelleistenbild:
Bahá’í gardens: Sarah Stierch, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons
Angela Merkel: Frankie Fouganthin, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

(ikc)

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