Letztes Update: 14. Juni 2021, 16:49

Steigende Inzidenzwerte ‘hausgemacht’?

Die Städte und Landkreise haben ihre Corona-Schutzverordnungen. Der Einzelhandel und weitere Ladengeschäfte setzen konsequent die Hygieneschutzmaßnahmen mittels Testpflicht und AHA-Regeln um. Im ÖPNV gilt strenge Maskenpflicht und auch auf den Straßen tragen die Bürger “weitgehend” Masken – bis auf wenige Negativbeispiele (wir berichteten). Hinsichtlich des ÖPNV, muss man allerdings Zweifel hegen, da die Kundenströme zu dicht sind. Hier ist dringend eine ‘Entzerrung’ (höhere Taktfrequenzen der Busse und Bahnen) notwendig. Trotzdem steigen die Inzidenzwerte unaufhörlich!

Nun fanden Forscher der ‘Gesellschaft für Aerosolforschung (GAeF) ‘ heraus, dass Infektionen nicht unter freiem Himmel “getrieben” werden – damit sind “normale” Begegnungen gemeint. Versammlungen/Demonstrationen ohne Abstand und ohne Mund-Nasen-Bedeckung, sowie gleichartige Menschenansammlungen in (z. B.) Parks sind natürlich durchaus ‘Infektionsspreader’.

Die Gefahr der Infektionsherde liegt in den Innenräumen.

Nun hat die GAeF einen offenen Brief an die Bundesregierung geschrieben, in dem sie dazu auffordern, den Umgang mit der Pandemie zu überdenken.

„Die Übertragung der SARS-CoV-2 Viren findet fast ausnahmslos in Innenräumen statt.“

Die Politik treibt die Bürger in die ‘Inzidenzwert-Falle’

Die GAeF betont, dass das Virus im Freien “äußerst selten” übertragen werde, so ein Zitat der dpa aus dem Schreiben. Das erhöhte Risiko einer Ansteckung besteht in Schulen (!) Alten- und Wohnheimen, bei Veranstaltungen, oder auch während Busfahrten. Und genau hier setzt die Politik konsequent falsch an. Mit Ausgangssperren und Einschränkungen im Freien treiben sie die Bürger förmlich in die Innenräume (Häuser) – hier finden dann die Aktivitäten wie heimliche Treffen, Partys und “Events” statt – die Inzidenzwerte schnellen nach oben!

Arbeitgeber müssen endlich mitziehen

Vor diesem Hintergrund rücken auch erneut die Arbeitgeber in den Fokus. Noch immer weigert sich die Wirtschaft, Testverpflichtungen anzunehmen, man setze auf ‘freiwillige’ Tests. Sieht man sich die Inzidenzwerte allerdings an, muss man deutliche Zweifel haben, ob das klappt, denn aktuell setzen bislang nur ca. 60 Prozent der Arbeitgeber Schnelltests ein!

Statt die Bürger also mit unsinnigen Ausgangssperren (gerichtlich auch bereits mehrfach für rechtswidrig erklärt) und “Außen-Einschränkungen” zu belegen, ist eine Kehrtwende erforderlich.

Der offene Brief der GAeF ging an die Kanzlerin, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und an die Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen, sowie die Gesundheitsämter aller Bundesländer. Man darf nun gespannt sein, ob bei der morgigen Bundestagssitzung zum verschärften Gesetzesentwurf (Infektionsschutzgesetz) diese Studie Beachtung finden wird.

Das IKC geht jedoch davon aus, dass die Politik auf ‘diesem Ohr’ für die nächsten Tage einen temporären Tinnitus haben wird! Ungeachtet dessen wird diese Studie den Verfassungsrechtlern ein wertvolles Instrument an die Hand geben.

Titelleistenbild: Free-Photos auf Pixabay

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