Inzidenz: Die Wahrheit der Infektionszahlen

Letztes Update: 9. April 2021, 10:47

Inzidenz / Altersgruppen

Die Kritik an den starren Inzidenzwerten wächst und wächst. Immer mehr Politiker fordern die Beachtung der wichtigen Werte wie IV-Bettenbelegung und auch die Beachtung des R-Werts. Was bislang aber völlig aus dem Fokus gelassen wurde, sind die Infektionszahlen nach Altersgruppe. Würde man diesen Zahlen mehr Beachtung schenken, würden sich interessante Erkenntnisse ergeben.

Vorab einmal die Verteilung der Bevölkerung nach Altersgruppen, für eine Übersicht der Altersverteilung .

Bevölkerungsstand nach Altersgruppe
(Klick für Vergrößerung)

Und hier nun die statistische Auswertung der Infektionsfälle innerhalb der Altersgruppen:

Inzidenz Altersgruppen
© IKC | (Klick vergrößert) Daten: RKI, Grafik: IKC

Alarmierend fällt sofort auf, dass die Infektionszahlen bei den jüngsten (0-4) bei 74,4 liegt! Dies z. B. signalisiert recht deutlich die Verbreitung der Mutanten, allen voran die britische Variante (B.1.1.7). Weiterhin sollte dieses Infektionsgeschehen deutlicher in den Hygienekonzepten von Krippe und Kita gewichtet werden – dies passiert bislang nicht! Bei den Jugendlichen im Alter 15-19 springt die Inzidenz schlagartig über -100-, genauer auf 102,84. Auch hier sind entsprechende Reaktionen gefragt. Die Schulöffnung ohne “nahtloses” und tägliches Testkonzept kann keinesfalls sinnvoll und hilfreich hinsichtlich der Fallzahlenbekämpfung sein – insbesondere, wenn die Inzidenz stetig steigt!

Bei den 20-24-jährigen sieht man deutlich den höchsten Wert – trotz Schließung aller Freizeitmöglichkeiten. Das signalisiert also deutlich, dass das Infektionsgeschehen dieser Altersgruppen somit an den Schulen, Berufsschulen und Universitäten stattfinden muss.

Ab 65 J. entspannt sich die Lage

Bei den ab 65-jährigen senkt sich die Statistik schlagartig. Ein Gutes Zeichen für die greifende Impfkampagne die bei den Senioren anfing.

Und genau hier kommt nun die wichtige Frage:
Warum geht man nicht weg von der starren Impfverordnung und impft “in die Risikogruppen”? Es ist wie bei einem Waldbrand – man setzt Wasser dort ein, wo Feuer ‘übergriffig’ werden kann! Parallel ist es sicher sinnvoll ‘gefährdete Areale’ widerstandsfähig zu halten – aber der Haupteinsatz muss an der Quelle stattfinden! Man stellt sich doch nicht weit entfernt auf und wartet auf die “Feuerwand” … man geht aktiv an das Problem.

Und genau so, wie man es eben nicht machen sollte, verfährt die Bundesregierung.

Der Ausdruck dafür ist “Auf Sicht fahren” … – das Ergebnis ist bekannt!

Quelle Balkenstatistik: RKI, Grafik: IKC, Datenstand: 16. März 2021 (Fallzahlen aus KW 10)

Titelleistenbild: mohamed Hassan auf Pixabay

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