Impfstoff versauert: “Impfen für alle” gefordert!

AstraZeneca bleibt liegen

Aktuell ist der Impfstoff von AstraZeneca so beliebt, wie ‘Lord Voldemort’ (der Sänger, dessen Namen wir nicht nennen) für RTL. Grund ist die verminderte Wirksamkeit, sowie die Nebenwirkungen. In Berlin erschienen im Impfzentrum Tegel nicht einmal 5 Prozent der geplanten täglichen Impfkandidaten! In Tegel wird ausschließlich AstraZeneca verimpft. Insgesamt wurde von der bislang gelieferten Impfstoffmenge (1,5 Mio.) von AstraZeneca gerade einmal zehn Prozent (150.000) verimpft.

Experten fordern Impf-Öffnung

Nun fordert Klaus Heckemann (65), Allgemeinmediziner und Chef der Kassenärzte in Sachsen, dass man den Impfstoff sofort für alle ‘Impfwilligen’ freigibt. Andere Experten fordern Wartelisten, um so unkontrollierte Massen zu vermeiden – hier könnte es durchaus zu unkontrollierten Gewaltausbrüchen kommen, so befürchtet man.

„Ich halte es für richtig, ohne Priorisierung zu impfen und den AstraZeneca-Impfstoff damit für alle zugänglich zu machen“

so Heckmann im MDR.

Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD, 57) plädiert ganz klar für die “unbürokratische Öffnung des Impfzugangs für alle Personen unter 65 Jahre” – und zwar aus allen drei Prioritätsgruppen, um die Impfzentren “voll auszulasten”.

Des Weiteren erlaubt die Impfverordnung (§1, Nummer 4, Abs. 2 (Seite 2)) den ‘Gruppenwechsel’ ausdrücklich, wenn Impfstoff ‘liegen bleibt’.

Möglicherweise der richtige Schritt?

Deutschland hat eine desaströse Impfrate – es geht viel zu langsam voran. Aktuell liegt Deutschland erst bei 3,8 Prozent (Erstdosis) der Bevölkerung (Quelle). Nutzt man nun unbürokratisch den Impfstoff von AstraZeneca, ist eine deutlich Beschleunigung der Impfquote sicherlich gegeben. Mittlerweile gilt es auch als empfehlenswert, die zweite Dosis mit AstraZeneca nicht nach (wie ursprünglich geplant) vier Wochen zu verabreichen, sondern nach zwölf Wochen. Das kann die Wirksamkeit auf knapp 80 Prozent erhöhen. Durch die längere Zeitspanne sollte das Thema von Lieferengpässen ebenfalls keine Rolle mehr spielen! Und um auf ‘Nummer sicher’ zu gehen will, empfehlen Experten mittlerweile sogar die dritte Dosis mit einem mRNA-Impfstoff (z. B. BioNTech/Pfizer) – “mehr geht nicht”, was den Schutz angeht.

Das IKC hofft, dass die Bundesregierung und Politik zügig grünes Licht gibt und sich nicht weiter mit unnötigen “Beratungen” aufhält – dafür haben wir keine Zeit mehr!

Etwas statistisches: In der Zeit, in der dieser Artikel geschrieben wurde, wurden gerade ca. 1.900 Personen geimpft. Mit der ‘unbürokratischen’ Lösung, könnte die Zahl weitaus höher sein!

Titelleistenbild: Wilfried Pohnke auf Pixabay

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