‘Impfstoff non grata’? – AstraZenecas Imageproblem

Pannenmanagement

AstraZeneca kommt aus der Negativpresse nicht raus – und das Problem ist hausgemacht! Wir erinnern uns an das Debakel der Lieferengpässe, was zu einer regelrechten Schlammschlacht mit der EU ausartete. Sogar die Verträge wurden offengelegt – was im Allgemeinen sonst undenkbar ist.

AstraZeneca agiert ‘undurchsichtig’ und führte auch ‘schwer nachvollziehbare’ Studien durch. Die dann auch noch bekannt gewordenen Nebenwirkungen, verliehen dem Impfstoff in der Bevölkerung einen erheblich Dämpfer an Akzeptanz!

Insgesamt ist das Vertrauen in den Hersteller schwer angeschlagen!

„AstraZeneca führt sich wie ein unzuverlässiger Gebrauchtwagenhändler auf …“

so die niederländische Christdemokratin Esther de Lange im Europaparlament am Mittwoch.

Erneute Lieferprobleme

Nun wurde vor Kurzem bekannt, dass AstraZeneca erneut Lieferprobleme habe! Im zweite Quartal sollen demnach „weniger als 90 Millionen“ Dosen geliefert werden – vereinbart ist jedoch das Doppelte. Der Hohn dabei ist, dass das nur ‘versehentlich’ rauskam! In einer Präsentation hinsichtlich der Produktionsplanung für das laufenden Vierteljahr präsentierte ein AZ-Manager unabsichtlich die genannten Zahlen fürs Folgequartal. Noch in der gleichen Nacht betrieb AstraZeneca Schadensbegrenzung. Auch Ursula von der Leyen meldete um 04:35 Uhr in der Nacht, “die Streitigkeiten sind beendet“. Diese Einlassung von Frau von der Leyen ist eher dahingehend zu werten, dass sie keinesfalls erneut eine Schlammschlacht lostreten will … der Versuch ist offensichtlich missglückt!

Kein Kommentar

So verwundert es auch nicht, dass sich die EU-Kommission selbstverständlich nicht dazu äußert. Sicherlich sind die ‘blauen Flecke’ der letzten Eskalation auch noch nicht verheilt. EU-Diplomaten hingegen bescheinigen AstraZeneca mittlerweile ein ‘Glaubwürdigkeitsproblem’.

Auf ein Wort, Herr Gassen …

Da blicken wir doch glatt nochmal zu Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der ‘Kassenärztlichen Bundesvereinigung’ und stellen die Frage in den Raum, ob er immer noch der Meinung sei, die Bürger sollten ‘gefälligst’ den AstraZeneca-Impfstoff akzeptieren … oder “sich hinten anstellen“?

Einen Impfstoff eines Unternehmens, welches offensichtlich mehr an der Auftragserteilung interessiert war, als an der fristgerechten Umsetzung? Ein Unternehmen, welches Studien ‘optimierte’ und dessen Impfstoff am Ende mit Zulassungseinschränkungen auf den Markt kam? Einen Impfstoff, der in seiner Wirkung erhöht wird, indem die zweite Dosis nach zwölf statt vier Wochen verabreicht wird und mittlerweile sogar die Empfehlung zu einer dritten Dosis mit einem mRNA-Impfstoff geht?

Eben!

Titelleistenbild: bernswaelz auf Pixabay
Montage: IKC

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