GdL streicht Mitarbeitern alle Lohnerhöhungen

Letztes Update: 12. März 2021, 10:14

… fordert aber von der Deutschen Bahn Tariferhöhungen!

GdL setzt Rotstift an

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GdL) fordert immer wieder Lohnerhöhungen für seine Gewerkschaftsmitglieder, den Beschäftigten bei der DEUTSCHEN BAHN. Aktuell werden 4,8 Prozent sowie eine Einmalzahlung von 1300 Euro gefordert. Wohlgemerkt zu Zeiten von Corona wo der Verlust 2020 bereits bei ca. 5,6 Milliarden Euro beträgt! Selbstverständlich unterstreicht die GdL ihre Forderung gewohntermaßen mit ‘Streikandrohungen’.

Ob und in welcher Höhe nun Lohnerhöhungen im Tarifvertrag angemessen sind, stellen wir hier mal gar nicht zur Diskussion.

Ein anderer Fakt ist wesentlich interessanter:

Die GdL selbst streicht ihren Mitarbeitern nämlich sämtliche Lohnerhöhungen für das Jahr 2021! Darüber hinaus werden interne Betriebsfeste und auch die Weihnachtsfeiern gestrichen.

Von Wein und Wasser …

Es ist erstaunlich, mit welche Maß hier gemessen wird. Die GdL unter der Leitung von GDL-Chef Claus Weselsky (62) begründet in einem Schreiben, «dass es durch den beeinträchtigten Geschäftsbetrieb einen „unterdeckten“ Haushalt der GDL im Jahr 2020 gäbe». Bemerkenswert, dass er seinen eigenen Haushalt im Auge behält, die Tariferhöhungen aber ohne Rücksicht auf Verluste vehement durchkämpfen möchte. Offensichtlich fehlt Herrn Weselsky jegliches Augenmaß. Wenn Lohnkosten steigen, die sich ein Unternehmen faktisch nicht leisten kann ist die Konsequenz immer Personalabbau … Allerdings ist das im Fall ‘Weselsky’ nichts neues, er ist bekannt für sein Agieren durch “mangelnde Verhandlungsbereitschaft und das Bestreben, den Machtbereich der GDL zu erweitern” (Wikipedia). Sein Verhalten brachte ihm mittlerweile den Begriff “Rambo-Gewerkschafter” ein.

Und wie sagte Weselksy im Oktober 2020 doch noch selbst?: „Es wird den Menschen versprochen, sie müssten nur den Gürtel enger schnallen, dann würde alles gut, das machen wir nicht mehr mit.

Das lässt sich leicht sagen, wenn man ein monatliches Brutto von ca. 5.300€ (A 16) (andere Quellen beziffern sogar 6.900€/mtl.) einfährt und am Stadtrand von Dresden ein Häuschen stehen hat.

Weselsky selbst wohnt im Leipzig – in einem ansehnlichen Domizil (eingelassen im Innenhof in einem kleinen, rotverklinkerten Häuschen) hinter einer unscheinbaren Altbau-Fassade – das “Haus im Haus”. Die BILD schätze 2014 bereits ein Jahreseinkommen ca. 125.000€ inkl. Aufsichtsratsjobs.

Titelleistenbild: Marek Studzinski auf Pixabay

(ikc)

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