Letztes Update: 23. April 2021, 08:06

„Eigenmächtige Anmaßung“

Friedrich Merz, Ex-Unionsfraktionschef (65, CDU), erteilt der “Gendersprache” (»Politiker*innen«) eine ganz klare Absage!

„Eine kleine Gruppe von Leuten maßt sich eigenmächtig an, den Gebrauch der deutschen Sprache zu verändern, obwohl die Mehrheit der Bevölkerung eindeutig dagegen ist.“

, so Merz zum ‘SPIEGEL’.

Merz betont, dass es ihm zweifelhaft erscheine, ob ein ‘gesprochenes Sternchen’ dazu beiträgt, die Gleichberechtigung zu verbessern.

Was Merz bei der ‘Gendersprache’ richtig auf die Palme treibt: „Wer gibt zum Beispiel Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern das Recht, Prüfungsarbeiten auch danach zu bewerten, ob die Gender-Sternchen verwendet werden oder nicht? Das ist meines Erachtens rechtlich angreifbar“, so Merz.

Recht der Bevölkerung

Insbesondere vor dem Hintergrund, dass das Volk die Medien finanziert (‘Pflichtbeiträge’), kann man auch erwarten, dass dann die Medien die Wünsche des Volkes berücksichtigen – „auf ihre Empfindungen und ihre Meinung“. Dieses Recht muss auch für Studentinnen und Studenten gelten. Die Prüfer sollten auf „sach- und wissenschaftsfremde Bewertungskriterien in den Prüfungsarbeiten verzichten“. Die Uni Kassel machte gerade negative Schlagzeilen, da es dort bei dem Studenten Lukas Honemann Punktabzug in einer Arbeit gab – er nutze ausschließlich das generische Maskulin.

Der ‘Verein Deutsche Sprache’ hat bereits Betroffenen in solchen Fällen bereits Hilfe zugesichert und will bei Rechtsschritten die Prozesskosten bezahlen („Dann finanzieren wir einen Prozess bis zum Bundesverfassungsgericht.“) !

Verbot in Frankreich

Merz führt an, dass Frankreich bereits allen staatlichen Institutionen die Verwendung der geschlechtergerechte Sprache untersagt habe.

„Gerade in gesellschaftlich verantwortungsvollen Positionen könne das nicht jeder so machen, wie er das vielleicht gerne hätte.“

Ob Merz mit dem letzten Satz wirklich noch beim Thema “Gendersprache” war?

Titelleistenbild: Olaf Kosinsky, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

(ikc)

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