FFP2-Maskenpflicht … und wer bezahlt das?

Letztes Update: 3. Februar 2021, 10:25

(Update 15.01.2021, 13:15)
Uns haben viele Anfragen zur Wiederverwendung von FFP2-Masken erreicht. Daher verlinken wir nun hier eine Anleitung zur mehrfachen Handhabung von FFP2-Masken – auch wenn es grundsätzlich nicht empfohlen ist!


UPDATE (13.01.2021, 18:00):
MP Kretschmer hat den Überlegungen zur FFP2-Pflicht mittlerweile eine klare Absage erteilt!


Bayern führt die FFP2-Maskenpflicht ein (ÖPNV und Einkauf) – und Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping überlegt es ebenfalls – statt sich erst einmal um die offenen Baustellen zu kümmern.

Das ist ja schön und gut, aber …

Grundsätzlich ist das Tragen der FFP2-Maske sinnvoll, da gibt es keine Zweifel. Im Gegensatz zum einfachen MNS (Mund-Nasen-Schutz), filtert die FFp2-Maske den Atem des Trägers und ver(m)hindert somit den möglicherweise kontaminierten Atemausstoß.
Das große Problem ist aber, dass FFP2-Masken Einwegprodukte sind! Man kann sie nicht wiederverwenden und ist somit zum permanenten Nachkauf gezwungen.

Bund/Länder sollten Kosten tragen (‘Hilfspaket’)

Hier ist das größte Problem zu sehen. Die Wirtschaft bricht ein, die Kaufkraft schwindet dadurch und nun sollen die Bürger auch noch die teureren FFP2-Masken zahlen? Immerhin kostet eine FFP2-Maske zwischen 2-8 Euro! Und wenn die Pflicht kommt, kann man davon ausgehen, dass die Händler die Preise anziehen – das ist die übliche Mentalität in Deutschland (‘Angebot und Nachfrage’).
Es wäre im Rahmen der Corona-Hilfe mehr als selbstverständlich, wenn die Bürger die Kosten ersetzt bekämen – alles andere ist aus sozialer Sicht unzumutbar.

Wir stellen mal eine Musterrechnung auf:

Nehmen wir einen Arbeitnehmer, der mit dem ÖPNV zur Arbeit fährt:

  •  5 Arbeitstage zu je 2 Fahrten = 2 Masken-Verbrauch
  •  3x die Woche Einkaufen (und das ist sehr gering gerechnet!) = 3x Masken-Verbrauch

Somit haben wir pro Woche 13 Masken verbraucht.
Im Monat (wir rechnen Faktor 4) sind das also 52 Masken. Nehmen wir die günstige Maske für EUR 3,00/Stck.

Maskenkosten/Monat: 156,00 EUR

Übrigens: Im Moment laufen gerade die Nachrichten, während ich die News hier schreibe. Dort kommt die Meldung, dass die Apotheken den Preis für die FFP2-Maske bereits bis auf € 7,-/Stck. anziehen. Wir sagen: SCHÄMT EUCH!

Das ist für viele eine erhebliche Belastung! Und wir haben hier mit einer Person gerechnet! Viele Elternteile ‘müssen’ aber mit den Kindern in den Supermarkt – das erhöht die Kosten entsprechend.

Es trifft die schwächeren

Das große Problem ist, dass viele Arbeitgeber noch immer die Arbeitnehmer zu Hundertschaften ‘antanzen’ lassen. Diese arbeiten dann in Großraumbüros und laufen sich permanent über die Füße! Statt hier den Hebel anzusetzen und Druck auf diesen Missstand auszuüben, packt man den Tiger nur am Schwanz. Und insbesondere die Einkommensschwächeren Bürger können keine Großeinkäufe vornehmen. Sie kaufen meist in ‘kleinen Raten’ ein – das ergibt sich zwangsläufig aus der finanziellen Situation. Demnach muss diese Gruppe also häufiger in die Läden – und ständig die FFP2-Maske tragen … und dann entsorgen.

Aus vorgenannten Gründen verweist das IKC explizit auf einen Hinweis des RKIs, wie man FFP2-Masken (auch wenn nicht empfohlen) mehrfach verwenden kann.
(Zum Ende scrollen ‘Hinweise zur Wiederverwendung’)

Nur eine symptomatische Bekämpfung

Die Eindämmung über das Tragen der FFP2-Maske bekämpfen zu wollen ist kurzsichtig und darüber hinaus ein Abwälzen der Verantwortung. Die wirksame Pandemie-Bekämpfung ist Aufgabe von Bund und Ländern und sollte nicht auf die Bürger abgewälzt werden.

Bund und Länder sind dringend aufgefordert nicht nur symptomatisch vorzugehen, sondern eine Ursachenbekämpfung anzustreben. Dies beinhaltet insbesondere die Verpflichtung der Arbeitgeber zur Home-Office-Förderung.

Das IKC kann sich nur und erneut wiederholen: Denkt endlich nach, und hört auch mal auf die Virologen und Fachleute außerhalb der Ministerial-Partner.

Titelleistenbild:
Bild “FFP2-Maske”: Antonio Cansino auf Pixabay
Bild “Sparschwein”: Rudy and Peter Skitterians auf Pixabay
Bildcollage: IKC

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