Facebook: Mark Zuckerberg ‘rügt’ Apples Datenschutz

Letztes Update: 31. Januar 2021, 12:45

Apple verschärft seinen Datenschutz

Mit der kommenden Version seines Betriebssystems iOS 14, wird Apple seinen Datenschutz zum Schutz der Privatsphäre seiner User deutlich verschärfen. Facebook-CEO Mark Zuckerberg missfällt das deutlich! Dadurch wird der Social-Media-Plattform die Möglichkeit genommen, die User über diverse Internetseiten und auch Apps innerhalb des iPhones zu ‘tracken’. Damit erschwert Apple es dem Zuckerberg-Konzern erheblich, den Usern ‘personalisierte Werbung’ einzuspielen. Eine Praxis, die den Usern aber schon seit langem ein erheblicher Dorn im Auge ist. Apple stört damit das „Geschäftsmodell von Facebook“.

Wenn Täter über Taten klagen

Das ist wirklich erstaunlich. Mark Zuckerberg hat den Datenschutz die vergangenen Jahre im Anlauf mit Füßen getreten. Immer wieder gab es erhebliche Datenskandale – die Userdaten von Facebook wurden (aufgrund Facebooks Nachlässigkeiten) zugänglich oder sogar stillschweigend an kaufkräftige Unternehmen weitergeleitet! Der jüngste Aufschrei zum Datenaustausch zwischen WhatsApp und Facebook tut sein übriges. Instagram (gehört ebenfalls zu Facebook) ist mittlerweile eine Werbeplattform geworden, die kaum noch die Interessen der User auf der Pinnwand anzeigt, sondern nur noch ‘Gesponserte’ Beiträge und Produkte, die “vielleicht” interessant sein könnten – Postings der Freunde sucht man in der Werbeflut vergeblich.

Du hattest Deine Chance …

Die Behörden haben reihenweise Strafen verhängt, die EU hat klare Richtlinien vorgegeben und Zuckerberg musste sogar vor dem US-Kongress antanzen (Vorwürfen der Zensur und Unterdrückung ) – insgesamt musste Zuckerberg schon bereits fünf mal dort antraben.

Die Warnschüsse und auch die glasklare Meinung zu seiner Handhabung mit dem Datenschutz waren unmissverständlich. Nun handelt Apple und schiebt dem Ganzen einen Riegel vor – und Zuckerberg bricht prompt im ‘Mimimi’ aus.

Künftig werden Apples Programme (Apps) noch deutlicher die Optionen anbieten, die Datensammlungswut der Apps/Hersteller auf iPhones einzuschränken. Das Ziel dabei ist, die Werbedienste dahingehend einzuschränken, was die Sammlung von User-Informationen angeht – insbesondere betrifft das die Erfassung von Daten über die einzelnen Apps hinaus. Damit soll verhindert werden, dass Informationen zwischen Apps oder Webseiten stattfinden. Ausnahme: Der User stimmt der Datensammlung ausdrücklich zu (was sehr unwahrscheinlich ist). Daher wird es zukünftig Pop-Ups geben, die vor einer solchen Datensammlung warnen.

Ende des Szenarios

Apple bleibt hart – das ist bekannt – Facebook/Zuckerberg kann in diesem Szenario nicht wirklich gewinnen. Als Druckmittel für Zuckerberg aber besteht die Möglichkeit, die gesamte Riege der Facebook-Produkte (Instagram, WhatsApp, Messenger etc.) komplett für Apple zu sperren. Dann könnte der Worst Case für Apple eintreten, da möglicherweise viele Smartphone-User Apple verlassen würden, um (zwangsweise) zu Android zu wechseln, was allerdings schwer vorstellbar ist. Die Frage wäre dann, worauf der User eher verzichtet: Facebook-Programme auf dem iPhone, oder das iPhone?

Titelleistenbild:

Figuren: Peggy und Marco Lachmann-Anke auf Pixabay
Handy-Background: Gerd Altmann auf Pixabay
Montage: IKC

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