Ein Jahr Pandemie: Es muss JETZT etwas geschehen!

Letztes Update: 7. April 2021, 10:52

Politisches Pandemie-Versagen in alle Richtungen.

Die Wirtschaft liegt am Boden

In der ersten Welle 2020 war die Mehrheit der Bevölkerung mit der Politik einverstanden. Allerdings gab es da auch Perspektiven. Dass eine zweite Welle im Herbst/Winter kommen würde, war so sicher wie das ‘Amen in der Kirche’. Die Politik hat jedoch keinerlei Vorbereitungen getroffen. Man verschanzte sich hinter einem kahlen Busch und wartete auf den Feind – das Virus. „Auf Sicht fahren …“ war die Plattitüde, die schnell entwickelt wurde. Diese Formulierung bedeutet nichts anderes als «Wir haben keinen Plan und können nur “reagieren”, jedoch nicht agieren».

Die Bewegungsstarre und Untätigkeit lag einfach daran, dass sich niemand wirklich professionell mit der Pandemie auseinander gesetzt hat. Und diejenigen die das taten, wurden konsequent ignoriert! Die gesamte Entwicklung konnte nur deshalb stattfinden, weil die Politik hier gnadenlos versagt hat! Das einzige, was die Regierung permanent in Perfektion schaffte waren “Gipfel” – in jeglicher Konstellation und Variation. Aber wir betonten ja schon mal – das Virus lässt sich nicht vom Erdball quatschen …

Zwischenzeitlich nimmt man die Heldenrolle ein

Als dann der erste Impfstoff fertig war, stellten sich Spahn und Merkel auf dem Olymp und verkündeten voller Pathos, dass es ein Wunder sei, “wie schnell Deutschland einen Impfstoff entwickelt hätte”! Mittlerweile übrigens sollen die Biontech-Inhaber eine Verdienstkreuz für die Impfstoffentwicklung erhalten – denn Biontech hat den Impfstoff entwickelt, nicht ‘Deutschland’! Fairerweise muss man allerdings sagen, dass der Bund Fördergelder von bis 375 Millionen Euro zur Verfügung stellte.

Impfstoffe im Kühllager helfen nicht

Das Problem folgte sogleich: Die Logistik der Impfungen! Es war fast so, als käme plötzlich und überraschend ein Bote aus dem Himmelsreich zu uns herab und überbrachte der Menschheit einen Impfstoff. Na, sowas … das ist zwar toll, “aber darauf war jetzt keiner wirklich vorbereitet”. Die Länder hatten Schwierigkeiten Impfzentren zu erreichten, ganz zu schweigen von der völligen Planlosigkeit, dem Bürger die Terminvergabe zu kommunizieren. Und wenn dann die Kommunikation mal kurzfristig klappte, waren die Hotlines sofort überlaufen.

Digital Unterentwickelt

Buchungssysteme brachen zusammen oder wurden (in Sachsen) gezielt ‘gedrosselt’. Parallel waren die Gesundheitsämter komplett überlastet – man will auch das SORMAS-System nicht installieren etc. Der Impfstoff lag nun also bereit, aber die Terminvergabe klappte nicht – es kam zu einem logistischen Desaster! Deutschland hatte Impfstoff und konnte diesen nicht zügig verimpfen.

Der digitale Fortschritt von Deutschland gehört auf die Intensivstation. Wenn wir nun schreiben, dass Deutschland sogar eine Staatsministerin für Digitalisierung hat, würden uns das viele womöglich gar nicht glauben. Doch, es ist Dorothee Bär. Allerdings hält das IKC diese Ministerin für eine … wir sagen es mal freundlich: ‘unglückliche’ Personalie (siehe auch hier).

Hand aufs Herz: Wer von Ihnen kannte Frau Bär? Sehen Sie …

Pandemie macht keine Pause – dann halt mit der Keule

Da die “Operation: Zügiges Impfen” scheiterte, musste man sich andere Lösungen zur Bekämpfung der Pandemie einfallen lassen, denn ‘erstaunlicherweise’ entschloss das SARS-CoV-2-Virus eben keine Pause der Untätigkeit einzulegen – anders als die Politik. Die Infektions- und Todeszahlen stiegen dramatisch. Na, dann halt mit der “Endlösungs-Keule” draufknüppeln – ‘wir machen die Bude dicht!’

Lockdown der Schande

Wenn man dem Virus nicht Herr der Lage wird, dann muss man dem Virus eben den Wirt vorenthalten. Man pfercht die Bürger ein und schließt kurzerhand alles, was Kontaktmöglichkeiten begünstigt. Es ist schon ‘ungünstig’ genug, dass Supermärkte der Bundespolitik einen Strich durch die “Bekämpfungsstrategie” machen.

Fatale ‘Scheinsicherheit’

Als man feststellte, dass die Pandemie sich unbeeindruckt zeigte und die Infektionszahlen trotzdem nicht wie gewünscht runtergingen, legte man eine Schippe drauf. Ab sofort tragen alle Menschen an ‘sensiblen’ Orten mit Begegnungsmöglichkeiten mind. eine OP-Maske, besser aber eine FFP2-Maske. Dass die FFP2-Maske eigentlich eine Einweisung durch Experten benötigt, verschweigt man gekonnt! Es ist davon auszugehen, dass die fehlerhafte Anwendung der FFP2-Masken die Inzidenz sogar verschlimmerten! Eine falsche Anwendung einer FFP2-Maske macht diese immerhin wirkungsloser als eine Community-Maske (Stoffmaske) – eigentlich sogar komplett wirkungslos.

Die komplett falschen Stellschrauben

Die Wirtschaft geht auf Krücken und das Bildungssystem ist faktisch zum Erliegen gekommen. Durch die globale Schließung aller Einrichtungen hat man tausende Unternehmer ihrer Existenz beraubt, deren Geschäftsräume nachweislich keinen Infektions-Motor darstellen (siehe IKC-Infektionsampel)! Und obwohl mehrere renommierte Wissenschaftler und Experten das mehrfach und wiederholt betonten, hatte die Regierung einen chronischen Tinnitus auf den Ohren. Stattdessen wurden “Bazookas” versprochen, die sich als völlig desolate “Plastik-Wumme aus der Spielzeugkiste” entpuppte – und als Ergebnis den Zorn der Wirtschaft fütterte!

Zu allem Übel wird sich dann an Inzidenzwerten festgebissen, die (epidemiologisch) noch nicht mal solche sind! Es sind simple Hochrechnungen von Positivfällen (anhand von Testungen) auf die 100.000-er Zahlen. Mit ‘Inzidenz‘ hat das wissenschaftlich gesehen – überhaupt nichts zu tun. Aber es klingt kompetent, also kommuniziert man es so, das vermittelt das Gefühl, dass die Regierung sich in Sachen ‘Pandemie’ auskennt.

Der 2020 so wichtige R-Wert wurde dann auch einfach komplett ignoriert. Aber gerade dieser Wert ist in Verbindung mit Fallzahlen extrem wichtig! Denn der R-Wert gibt Auskunft über die Reproduktionsrate während einer Pandemie. Ist er höher als EINS, steigt die Reproduktion, ist er niedriger … genau: sie sinkt! Wie viele ‘neue’ Positivzahlen innerhalb der letzten siebe Tage gezählt wurden, ist lediglich ein Monitor, wieviel getestet wird.

Beispiel Tansania

Nehmen wir mal das Beispiel TANSANIA. Der dortige Präsident John Magufuli hat gebetsmühlenartig kommuniziert, dass Tansania seit einem Jahr keinen Coronafall hätte – das Land sei coronafrei! 60 Millionen Einwohnern machte er weis, dass Tansania das einzige Land auf dem Erdball ist, welches während der Pandemie von Corona verschont bleibt. Das konnte er den Menschen auch gut verkaufen, weil schlicht gar nicht getestet wurde! Keine Test = keine Infektionsfälle, so einfach ist das. Dummerweise hat es den Präsidenten nun kürzlich doch flachgelegt – er erkrankte an genau dem Virus, welches es in Tansania nicht gibt!

Damit wollen wir aufzeigen, dass die Infektionszahlen eben einzig und allein davon abhängig sind, wieviel getestet wird – und man stellt fest, dass diese Zahl in sich überhaupt keinen Anhaltswert zur Sachlage darstellt. Einzig die Verknüpfung der Wert wie Infektionsrate, Mortalitätsrate (Todeszahlen) und der R-Wert zeigen die Tendenzen und Entwicklungen an.

Das hat die Politik bis heute immer noch nicht berücksichtig – es wird konsequent weiterhin starr mit ‘Inzidenzen’ hantiert. Der Grund ist klar. In der Unwissenheit dieses Wertes hat man so zumindest das Argument, alles an “der -35-” festzumachen. Und das verschafft der Regierung ‘Luft’ – ‘Luft’, weiterhin alles zuzunageln, bis sich dieses “renitente” Virus endlich selbst schwächt – und sich parallel die Impfquote erhöht. Dann besteigt man wieder den heroischen Olymp …

Man kann sie jetzt schon förmlich hören, die Ansprache der Kanzlerin: „Es waren die historisch härtesten Zeiten, die die Bunderepublik, unser Land seit 1945 durchmachen musste! Die Disziplin und Besonnenheit der Mitmenschen und aller Beteiligten haben dafür gesorgt, dass wir nun am Ende der Pandemie stehen!“

Wenn diese Worte erklingen, werden über 2,5 Millionen Menschen das nicht mehr hören – sie sind bereits verstorben.

Titelleistenbild: suju auf Pixabay

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