Lockdown hat versagt – Umdenken!

Letztes Update: 7. April 2021, 10:52

Andere Strategie ist nun gefragt

Wir befinden uns seit Monaten im Lockdown. Gebracht hat es nichts! Wer nun glaubt, nur deswegen habe man die Zahlen ‘im Zaum’ halten können, der irrt. Wenn man sich die Fallzahlen nach Altersgruppen ansieht, stellt man schnell fest, dass selbstverständlich die Impfungen das Infektionsgeschehen steuern! Die Gruppe der älteren Menschen, die mittlerweile am meisten geimpft wurden, haben die geringsten Fallzahlen. Das Infektionsgeschehen verlagert sich mittlerweile auf die deutlich jüngeren – die 20-24-jährigen sind aktuell am meisten betroffen.

Auch KBV-Chef Andreas Gassen kritisiert die Bundesregierung mittlerweile scharf.

Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) Andreas Gassen hat die Lockdown-Strategie der Bundesregierung erneut scharf kritisiert. So tituliert Gassen die Lockdown-Politik als einen „Ausdruck der Hilflosigkeit“.

„Das Virus ist so omnipräsent, dass wir es nur mit einer vernünftigen Impfkampagne nachhaltig in den Griff bekommen“

, so Andreas Gassen.

Ethikrat äußert sich ebenfalls

Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx, verteidigt die Impfpriorisierung zwar grundsätzlich, betont aber zugleich, «die Priorisierung dürfe kein Knebel sein».

„Jetzt gerade auch in der dritten Welle ist es richtig und wichtig, dass wir zunächst die schützen, die am meisten gefährdet sind, schwer zu erkranken und zu versterben“

Hier ist es aber wichtig genau zu analysieren, wer denn überhaupt und aktuell “die am meisten gefährdeten” sind! Wenn der Großteil der höchsten Prio-Gruppe geimpft ist (bereits die erste Dosis minimiert die Letalität deutlich senkt), muss der Fokus dynamisch bleiben und die nächst gefährdete Gruppe geimpft werden. Die Impfprioritäten fließen ineinander – sie verschmelzen … und das muss an den entscheidenden Stellen auch endlich erkannt werden.

Und vor diesem Hintergrund wirbt Alena Buyx nun auch für die «zunehmende Flexibilität mit steigenden Impfstoffmengen».

Lockdown: Immer mehr Stimmen äußern sich

Insgesamt mehren sich die Stimmen aus den Kommunen und Ländern nach deutlichen Veränderungen und flexibleren Vorgehensweisen. So haben aktuell z. B. die Landkreise Ammerland und Oldenburg nun die niedersächsische Landesregierung gebeten, die Verteilung von Corona-Impfstoffen nach Bevölkerungsanteilen vorzunehmen.

Es ist viel Augenmaß und –insbesondere– ‘on-point-dynamisches’ Handeln erforderlich.

Und das lässt sich nur bewältigen, wenn man mal den Bügel aus der Jacke nimmt und sich die “Schere der Bürokratie” aus dem Kopf zieht.

Titelleistenbild: Eugen Visan auf Pixabay

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