Der harte Lockdown

Der harte Lockdown: Merkel berät …

Harter Lockdown? Ja, es muss etwas geschehen, das ist ohne Zweifel. Die Infektionszahlen steigen ohne Unterbrechung. Allerdings darf man die Umstände nicht außer acht lassen. Da ist zum einen die ungünstige Jahreszeit und zum anderen die Problematik der Dunkelziffern. Die Ämter kommen mit der Kontaktnachverfolgung nicht mehr hinterher – somit bleiben viele Infektionen unbemerkt und werden fröhlich verteilt – viele wissen von ihrer Infektion nichts, weil sie keine Symptome aufweisen.

Kontaktreduktion

Der Schlüssel während des Lockdowns liegt in der Kontaktreduktion, weiß Frank Schlosser von der Humboldt Universität-Berlin zu berichten. Ein weiteres Problem ist die „Pandemiemüdigkeit“. Wenn nun aber einfach eine Kontaktbeschränkung verschärft wird, zäumt man das Pferd von hinten auf.

Bekämpfung der Ursachen, nicht der Symptome

Um für einen harten Lockdown die Kontaktbeschränkungen möglich zu machen, muss man eine Situation schaffen, die den Bürger nicht in Zwangssituationen bringt. Dazu gehört es unbedingt, die Arbeitgeber unter Druck zu setzen, dass Arbeitsplätze ins Home-Office verlegt werden, die nicht zwingend vor Ort im Büro erledigt werden müssen. Denn nicht nur hier fördert man die Kontakte der Arbeitnehmer, sondern auch auf den Arbeitswegen im ÖPNV – denn irgendwie will man ja auch zur Arbeit gelangen. Die Arbeitgeber müssen das dringend begreifen.

Wenn die Regierung nun also für den verschärften Lockdown plant, den ÖPNV zu ‘beruhigen’, dann muss im Vorfeld gesichert werden, dass es nicht als Radikalmaßnahme ausartet. Also ist es sinnvoll im Vorfeld schon dafür zu sorgen, dass der ‘Fahrgastbedarf’ sinkt – eigentlich gar nicht so schwer, oder?

1+1=2

Die Grundregel ist einfach: Wer keine Menschen trifft, steckt sich auch nicht an! Wir sind in einem großen Rahmen selbst fähig, diese Regel zu befolgen. Und die restlichen Situationen (Arbeit, ÖPNV) müssen Bund und Länder in die Hand nehmen, denn hierfür sind leider ‘Vorschriften’ nötig – sonst haben wir in Kürze einen erheblichen Publikumsverkehr … vor den Arbeitsgerichten.

Titelleistenbild: Bild von Please Don’t sell My Artwork AS IS auf Pixabay

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