Der Duden … sorry, die Dudin?

Letztes Update: 8. Januar 2021, 17:41

Ein nicht endender Genderwahnsinn

Der Duden soll reformiert werden! Das Online-Wörterbuch wird gegendert – und die Sprachforschung kritisiert das schon jetzt.

Der Duden bekommt eine gendersensiblere Sprache. Alle 12.000 Personen- und Berufsbezeichnungen werden dahingehend geändert, dass es künftig statt eines Wortartikels zwei gibt! Einen also für die männliche und einen weiteren für die weibliche Form (z. B. „Polizist“ und „Polizistin“) .

Der, die , das …

Allerdings wird künftig auch “der” (z. B.) Bäcker als „Substantiv, maskulin“ bezeichnet. Das ist natürlich nicht uninteressant. Denn somit wird nun eine wieder deutlichere Trennung zwischen der/die/das vorgenommen – was man eigentlich ja auf einen Level bringen wollte.
Der Bäcker ist somit eine “männliche Person, die etwas bäckt”. Ok, die “Bäckerin” bekommt dann ihre eigene Zeile – aber was ist mit den gerade frisch eingeführten “Divers”-Bezeichnungen? Dann gehe ich also „zu das Bäckers“ und kaufe mir dort “die Semmel”?

Oh, Korrektur: Es muss dann heißen: Ich gehe zu der/die/das Bäcker/-in/-s und kaufe mir dort ein Semmeler, eine Semmel bzw. das Semmel? Warum muss ich eigentlich gerade an die heutige Jugendsprache denken? Oder an Anke Engelkes “Ladykracher” und dem Deutsch/Türkisch-Unterricht?

Wäre da ein flotziges

„Ey Aaallldaaa, gib misch mal Semmel Du Opfer, sonst mach isch Disch Messer!“

angebrachter? Das wäre doch eigentlich am einfachsten, oder? Beherrschen zumindest ja die meisten schon 😉

Aber zurück zum Kern:

Bereits dieses Jahr soll die Verstümmelung, Reformierung des Dudens (der Dudin?) abgeschlossen sein. Die Sprachforschung zumindest kritisiert schon jetzt die Neuerungen: Der Potsdamer Linguist Peter Eisenberg bezeichnet sie in der „Welt“ als „Irreführung des Lesers“. Die Wörter seien alle sowohl spezifisch männlich als auch generisch, also geschlechtsneutral verwendbar. Von der Sprachgemeinschaft würden sie auch so gebraucht.

Na dann … ‘Armes Teuschelant’

Titelbild: IKC
Foto Frau: Nebraska Department of Education auf Pixabay

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