Clubhouse-App: Vorsicht ist geboten!

Letztes Update: 31. Januar 2021, 12:46

Datenschutz? Fehlanzeige!

Aktuell gibt es einen regelrechten Hype um die neue ‘Audio-Social-Media-App’ Clubhouse.

Clubhouse ist eine Audio-App, bei der die die User den Gesprächen anderer Anwender zuhören können oder sich aktiv beteiligen. Was nicht geht: Man kann Beiträge nicht “schriftlich” kommentieren oder ‘Liken’.

Das große „Aber“

ACHTUNG: Clubhouse gibt es derzeit für nur für iOS! Auch wenn ihr die App im Google-Play-Store entdeckt – es ist ein Fake! Finger weg davon.

Der User muss in der App zustimmen, dass sein gesamtes (!) Telefonbuch auf die Server von Clubhouse übertragen wird – und die stehen in den USA. Dieses Vorgehen setzt ‘eigentlich’ die Zustimmung jedes Kontaktes voraus – das wurde bereits bei WhatsApp schon scharf kritisiert und ist in der EU nach DSGVO verboten. Weiterhin kann man dem Netzwerk nur per ‘Einladung’ beitreten. Ein bereits aktiver User muss dich also einladen – sonst bekommst Du keinen Zugang. Diesen ‘Boom’ um Einladungen haben einige User bereits als Geschäft entdeckt und bieten die Einladung mittlerweile für teilweise 50,00€ bei eBay an.

‘Fear of missing out’ als Marketingkonzept

(Fear of missing out = Angst, etwas zu verpassen)
Die Clubhouse-Mitglieder werden aktiv von den Betreibern und Gruppenmoderatoren aufgefordert, ihre eigenen Profile auf Social-Media-Plattformen zu verknüpfen. Dort sollen sie dann auch die Inhalte der Gespräche kommentieren. Hintergrund ist schlicht, dass User auf (z. B.) Twitter oder Instagram ‘animiert’ werden, sich eine Einladung zu ergattern.

Augen auf und nachgedacht

Das IKC rät aktuell dringend von der Nutzung einer solchen App ab! Der Datenschutz wird hier erneut mit Füßen getreten und die gesamte Marketingstrategie der Betreiber von Clubhouse ist mehr als fragwürdig. Die User verlassen gerade WhatsApp in Heerscharen und wechseln – da kommt ‘Clubhouse’ um die Ecke und macht den gleichen Müll wie WhatsApp.

Nur iOS?

Man muss sich auch die berechtigte Frage stellen, warum eine App für ein Betriebssystem entwickelt wird, dass einen Marktanteil von nur 25% hat. Android hat 75% Marktanteil – schon unlogisch, oder? Es sei denn, die Entwickler wissen, dass die App im Google-Play-Store sofort ‘durchfallen’ würde – weil z.B. Richtlinien verletzt würden …

PS: Clubhouse ist erst für User ab 18 Jahren.

Zum Thema passend:

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