Letztes Update: 29. April 2021, 11:15

Die wissenschaftliche Studie könnte verpuffen

Die Bundesregierung hat in der Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes als wesentliche Begründung für die Ausgangssperre eine Studie der Universität Oxford zugrunde gelegt.

Nun hat das ARD-Magazin “Monitor” jedoch herausgefunden, dass die Studie sich womöglich überhaupt nicht für Deutschland anwenden lässt! Selbst die Studienautoren haben darauf hingewiesen.

Einer der Autoren meldet sich zu Wort

Einer der Studien-Autoren ist Sören Mindermann. Er bezeichnet solche Aussagen, wie z. B. von Karl Lauterbach („Die Ausgangssperre hat den Effekt von etwa 15 Prozent Senkung der Reproduktionsrate.“) als „Fehlinterpretation“. Mindermann betont ausdrücklich, dass die Studie ein hohes Potenzial an ‘Unsicherheitsmargen’ beinhalte und daher nicht so einfach zur Übertragung auf die derzeitige Situation in Deutschland geeignet sei.

So berücksichtigt die Studie die Wirksamkeit von nächtlichen Ausgangssperren anhand der Daten aus europäischen Ländern – dies aber zu unterschiedlichen Tageszeiten und auch unterschiedlicher Dauer! Bei der Studie wurden die Ausgangssperren auch immer mit der Kombination anderer Maßnahmen eruiert, ‘isolierte’ Rückschlüsse auf die Wirkung der Ausgangssperre sind somit nicht möglich – auch nicht für einzelne Länder.

Darüber hinaus arbeitet die Studie mit den Daten aus der zweiten Corona-Welle – die mittlerweile völlig geänderten Infektionsbedingungen allerdings, sind nicht vergleichbar! Insbesondere in Hinsicht auf die Mutation B.1.1.7 ist ein Vergleich nicht möglich, da diese in der zweiten Welle überhaupt nicht inkludiert wurde.

Eine simple “Übertragung” dieser Studie auf die ‘Dritte Welle’ ist wissenschaftlich nicht möglich, betont Sören Mindermann.

Keine Stellungnahme

Warum die GroKo nun diese Studie als Begründung für ein Bundesgesetz herangezogen ist höchst fraglich! Rechtlich hat die Begründung somit überhaupt keinen Bestand und entzieht dem IFsG in Teilen seine Grundlage – die Rechtsunwirksamkeit tritt somit ein.

Die GroKo hat bislang jegliche Anfragen unbeantwortet gelassen … dort ist man offenbar gerade ‘etwas nervös’ – ZURECHT!

Es könnte sich herausstellen, dass die Regierung hier leichtfertig und schon grob fahrlässig die Grund- und Freiheitsrechte der Bürger eingeschränkt hat – unter der Zuhilfenahme völlig ungeeigneter Begründungsinstrumente, die jedem seriösem Wissenschaftler sofort klar gewesen sein müssten!

Titelleistenbild: Dkadume / Pixabay

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