Jetzt auch Johnson & Johnson mit Lieferengpass

Letztes Update: 24. März 2021, 17:59

Wie kommt’s?

Die Nachrichtenagentur Reuters hat aus einer hochrangigen EU-Quelle erfahren, dass Johnson & Johnson wohl Probleme mit den Impfstoffzutaten und auch der Ausrüstung habe. Zwar sagt der Pharma-Hersteller, dass es nicht ‘unmöglich’ sei, die zugesagten Mengen noch zu liefern (bis Ende Juni), aber es gebe „ernste Schwierigkeiten“.

Für das zweite Quartal 2021 wartet die EU auf insgesamt 55 Millionen Dosen, 10 Millionen davon gehen nach Deutschland.

Stockende Impfkampagne der EU

Vor dem Hintergrund der bislang schlecht koordinierten und verspäteten und zu wenigen Bestellungen der EU, könnte dieser Lieferengpass erneut zu einem Desaster werden. Man muss sich wirklich fragen, warum die Hersteller permanent Mengen zu sagen, die sie anschließend nicht ausführen können. Es drängt sich mehr als deutlich der Verdacht auf, dass es einzig und allein um den lukrativen Abschluss der Verträge geht – die Lieferprobleme werden im Nachgang dann schon hingenommen werden müssen. Faktisch bleibt dem Besteller (EU) ja auch nichts anderes übrig …

Vertragsstrafen angebracht?

Man fragt sich auch, was wohl passieren würde, wenn die EU für solche Fälle Vertragsstrafen fixieren würde? Würde der Hersteller die Bestellung von vornherein ablehnen? Denn das wäre ein sicheres Indiz dafür, dass sich der Pharmakonzern über seine “sportlichen” Zusagen bereits von Anfang an im Klaren wäre.

‘Eigentlich’ war die Lieferung des Vakzins ‘Janssen COVID-19’ in Deutschland für Anfang April angedacht – so aber scheint der Zeitplan nun in Gefahr!

Montage: IKC

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

dreizehn − sieben =