Letztes Update: 14. April 2021, 13:23

[Update 13:24] – Die EU vermeldet nun, dass Hersteller wie AstraZeneca und Johnson & Johnson bei künftigen Verträgen nicht aus dem Rennen sind. Auch sind die Meldungen falsch, nachdem die Verträge nicht verlängert würden, sagte ein EU-Beamter. “Es sei viel zu früh, darüber jetzt zu entscheiden.”


Nach einem Medienbericht, will die EU die Verträge mit AstraZeneca und auch Johnson & Johnson nicht verlängern! Somit laufen die Verträge Ende 2021 regulär aus.

Die europäische Behörde in Brüssel möchte sich stattdessen verstärkt auf mRNA-Impfstoffe konzentrieren. So berichtet es die italienische Zeitung “La Stampa”, die sich auf das italienische Gesundheitsministerium beruft.

Probleme mit Vektor-Impfstoffen

In der Vergangenheit kam es bei AstraZeneca immer wieder zu schweren thrombotischen Ereignissen (Sinusvenenthrombose). Allein in Deutschland sind 42 Fälle bekannt, acht davon mit tödlichem Ausgang. Die Bevölkerung misstraut dem Impfstoff mittlerweile erheblich – die entsprechende Empfehlung der STIKO ist ebenfalls eindeutig: Es wird keine Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca mehr für Menschen unter 60 Jahre empfohlen!

Auch Johnson & Johnson (‘Janssen’) gerät in den Fokus

Jüngst traten auch thrombotische Ereignisse in Verbindung mit dem Impfstoff von Janssen (Johnson & Johnson) auf (wir berichteten)!

Sowohl AstraZeneca, als auch der Impfstoff von Janssen sind beides Vektorimpfstoffe.

„Die Tatsache, dass beide Impfstoffe auf dem gleichen Prinzip beruhen und die gleichen Probleme verursachen, spricht meines Erachtens eher dafür, dass der Vektor selbst die Ursache ist“

, so äußerte sich jüngst Johannes Oldenburg vom Universitätsklinikum Bonn gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Allerdings sei das aktuell noch Spekulation.

Auswirkungen nicht mehr vertretbar

Unter dem Strich führen die Probleme mit den Vakzinen der beiden Hersteller zu einer erheblichen Verzögerung der Impfquoten in den Ländern. Dies ist so nicht mehr vertretbar, zumal hier Millionen-Beträge “verheizt” werden.

Insbesondere AstraZeneca hat in der Vergangenheit stets undurchsichtige Manöver und Verhaltensweisen gezeigt, die das Vertrauen schwer beschädigt haben. So versuchte AZ beispielsweise entgegen eines Exportverbotes trotzdem sein Vakzin über Italien nach Australien zu exportieren.

Kann sich die EU den Vertragsabbruch leisten?

Hier eine Übersicht der geplanten Liefermengen von Impfstoffen an die Bundesländer (Quelle).
(Achtung: Die Zahlen sind eine Prognose, Änderungen sind möglich und nicht ungewöhnlich!)

Hersteller bis Ende Quartal 1 Quartal 2 bis Ende 2021 (gesamt)
BioNTech/Pfizer 12,4 Mio. 40,2 Mio. 100,7 Mio.
Moderna 1,8 Mio. 6,4 Mio. mind. 78 Mio.
AstraZeneca 5,7 Mio. 12,4 – 15,4 Mio. 56,3 Mio.
Johnson & Johnson 10,1 Mio. 36,7 Mio.
Curevac* 1,4 Mio. 24,5 Mio.
Sanofi/GSK* 27,5 Mio.

*noch nicht durch EMA zugelassen

Vor kurzem gab AstraZeneca bekannt, seinen Namen wechseln zu wollen. Demnach wird der Impfstoff nun unter dem Namen “Vaxzevria” vertrieben. Das dürfte AstraZeneca nun auch nicht mehr helfen …

Titelleistenbild (Symbolfoto): Ali RazaPixabay

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