Letztes Update: 27. Mai 2021, 08:44

Keine Fragen erlaubt!

Die BILD berichtet, dass bei einem Pressetermin mit Armin Laschet der BILD-Reporter abgewiesen wurde! Fragen zu Ditib sind nicht erlaubt! Auch in der anschließenden Fragerunde konnte BILD keine Frage stellen – ebenso wenig sah sich das “Team Laschet” nicht im Stande, eine schriftliche BILD-Anfrage zu beantworten – es kam keine Reaktion!

Stattdessen verweist man –wie schon zuvor– auf die FDP-Schulministerin Yvonne Gebauer (54). Es ist offensichtlich, dass Laschet hier jegliche Verantwortung für seine “Ditib-Entscheidung” delegiert …

Worum geht’s?

In Nordrhein-Westfalen soll die hoch umstrittene Organisation ‘Ditib’ den islamischen Religionsunterricht mitgestalten! Dabei ist Ditib ein Teil der hierarchischen Organisation, deren Zentrale in Köln direkt der türkischen Religionsbehörde Diyanet in Ankara unterstellt sei. Und genau diese Organisation bekommt ihre Anweisungen vom türkischen Staatspräsidenten Erdogan!

Cem Özdemir (Grüne) fand bereits deutliche Worte dazu:

„Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen und die CDU dort haben dafür gesorgt, dass Erdogan Zugang zu deutschen Schulen bekommt. Das ist unfassbar! Nordrhein-Westfalen verrate gerade diejenigen islamischen Gruppen, die sich zum Grundgesetz und zu unserer offenen Gesellschaft bekennen.“

Bereits letzte Woche hatte die Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) mitgeteilt, dass “Ditib” als größte Islam-Organisation künftig Mitglied in einer ‘neuen Kommission’ sein soll, in der dann sechs Islamverbände den Ausbau und die künftige Gestaltung des islamischen Religionsunterrichts an deutschen Schulen (mit-)gestalten sollen. All die Jahre zuvor hatte Deutschland die Kooperation mit der höchst umstrittenen Türkisch-Islamischen Union aufgrund der Nähe zu Ankara abgelehnt.

„Wir wollen keine Papageien, die die Agenda Ankaras oder Teherans nachplappern“, so Özdemir weiter.

Kritik aus den Parteien

Auch Berivan Aymaz (48), Integrationsexpertin der NRW-Grünen, fordert nun eine ganz klare Positionierung von Armin Laschet: „Armin Laschet darf sich bei dieser Frage nicht länger wegducken und das Thema seiner Ministerin überlassen“.

In NRW argumentiert man schon recht ‘hilfsweise’, dass man die Muslime über den Verband erreichen müsse. „Aber das stimmt nicht.“, so der Islam- und Integrationsexperte Ahmad Mansour (44)! „70% der Muslime sind überhaupt nicht durch Verbände repräsentiert. Man erreicht diese Menschen auch nicht, wenn man stattdessen mit Ditib spricht.“, so Mansour zur BILD.

Kanzlerkandidaten im Tiefflug?

Was ist mit den Kanzlerkandidaten los? Offenbar scheint der “Tiefflug unter dem Radar” der neue Trend zu sein? Die eine wird beim Kohle einsacken ‘erwischt’ und windet sich wie ein Aal, der andere schiebt Ministerien vor und verbietet jegliche (berechtigte) Fragen zu dem Thema. Wenn die Nerven blank liegen, sollte man sich selbst fragen, warum das so ist?

Man ist zur Feststellung geneigt, dass die Wahlen 2021 dahingehend unklar sind, wer Kanzler-Nachfolger/-in wird. Klar hingegen scheint aber, wer es nicht “werden will”!

Titelleistenbild: Olaf Kosinsky, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons

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