Letztes Update: 5. Juni 2021, 11:17

‘Ungenauigkeiten’ im Lebenslauf

Wie die BILD heute berichtet, tauchten bei Annalena Baerbock (40), erneute ‘Ungenauigkeiten’ im Lebenslauf auf! Demnach hatte der FAZ-Journalist Philip Plickert zuerst die fehlerhaften Angaben im Lebenslauf der Kanzlerkandidatin der Grünen aufgedeckt.

Insgesamt drei Angaben fehlerhaft

Laut Plickert ist Baerbock

  • kein Mitglied im Transatlantik-Beirat der Heinrich-Böll-Stiftung. Auf der dortigen Homepage wird sie nicht gelistet
  • ebenfalls kein Mitglied ist sie im UNHCR. Die Behörde der Vereinten Nationen („Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen“) hat gar kein Mitgliedsprogramm. Man kann somit auch kein Mitglied werden.
  • » Auch beim „German Marshall Fund“ ist sie offenbar kein Mitglied. Die BILD forschte direkt beim GMF nach und erhielt eine klare Antwort: Baerbock ist zwar eine Teilnehmerin des „Marshall Memorial Fellowship“-Programms – allerdings gehört sie damit lediglich zu einem Kreis von weiteren 4.000 Teilnehmern. Für eine ‘Mitgliedschaft’ müsste sie hingegen dem „Alumni Leadership Council“ angehören, denn nur dieser stellt die Möglichkeit dar, sich „weiter im GMF zu engagieren“, so eine Sprecherin des GMF.
Plagiatsgutachter

Der Plagiatsgutachter Doz. Dr. Stefan Weber, befasste sich bereits umfangreich mit der “Bachelor”-Status von Annalena Baerbock. Auch hier gab es Ungereimtheiten, die sich jedoch aufklärten.

Insgesamt sind offenbar die Formulierungen in Baerbocks Lebenslauf “unglücklich” gewählt, da diese die faktische Lage ‘positiver’ suggerieren, als sie dann einer Evaluierung standhalten. Weber merkt an, dass ausgebliebene Zusatzinformationen (z. B. “Vordiplom” im Klammerzusätze) gleich für Klarheit hätten sorgen können – warum blieben diese also aus?

Transparenzmangel?

Insgesamt sorgen wohl häufig unterlassene Transparenzen in der Vita von Annalena Baerbock für ‘Verwirrungen’. Nun muss man sich fragen, ob hier eine gewisse ‘Schludrigkeit’ herrscht?

Immerhin agierte die Kanzlerkandidatin bereits äußerst ‘schludrig’, was die Meldung von Nebeneinnahmen anging – der Fall ist hinreichen bekannt! Der Versuch der “nachheilenden” Versteuerung des Corona-Zuschlags wirkt dann nur noch ‘höchst hilfsweise’.

Ablenkungsmanöver

Da mutet es mittlerweile auch wirklich seltsam an, wenn man bedenkt, mit welchem Engagement Baerbock den Parteiausschluss von Boris Palmer vorantrieb! Wollte Baerbock den Fokus von sich selbst ablenken? Immerhin steht eine Kanzlerkandidatin unter erhöhter Beobachtung bei den Oppositionellen – und wenn dann die Vita “nicht sauber” ist, kann das ungünstig sein.

Bereits Baerbocks eigene Deklarierung als “Völkerrechtlerin”,  sorgte für Fragen. Die “Süddeutsche” stellte fest, dass der Lebenslauf von Annalena Baerbock bereits mehrfach geändert wurde! So wurde letztendlich das Wort “Völkerrechtlerin” in „Public International Law“ geändert. Das Studienfach “Öffentliches Recht” verschwand zwischenzeitlich ebenfalls und wurde kurze Zeit später wieder zugefügt.

Eine Kanzlerkandidatin, die offenbar einige Konzentrationsschwächen bei der Erstellung ihrer Vita aufweist und auch bei der Meldung von Nebeneinkünften “unkonzentriert” scheint, stimmt nachdenklich. Und wenn sie dann in gleichem Atemzug den Bürgern mit der Schöpfkelle die Taschen “wildern” möchte (z. B. Benzinpreise), dann könnte das durchaus die Frage rechtfertigen, ob die Grünen hier wirklich eine gute Wahl des/der Kanzlerkandidaten/-in getroffen haben?

Als am 19. April Robert Habeck und Annalena Baerbock die “grüne” K-Frage beantworteten, hat sich Baerbock auf dem “politischen Gotcha-Feld” platziert … und bei der bisherigen ‘Trefferquote’ bietet sie offenbar ein leichtes Ziel.

Da wir Frau Baerbock durchaus auch eine gewisse Intelligenz zugestehen, kann man nur von ‘Schusseligkeit’ und nachlässigem Verhalten ausgehen – doch genau das sollten nicht die Tugenden einer verantwortungsbewussten Kanzlerkandidatin sein.

Im Übrigen wurde nach dem Plickert-Bericht der Lebenslauf von Annalena Baerbock (mal wieder) “korrigiert” und die fehlerhaften Angaben gelöscht – noch am Freitagabend.

Titelleistenbild: Olaf Kosinsky, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons

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